Fahrtenseglers-Glück.de

Endlich auf Langfahrt

Ein Loch im schönen neuen Genaker

Aug• 17•17

Morgens. Naja. Vormittags. Uwe von der Perithia und ich stehen auf dem Steg. Uwe schaut zum Himmel hinauf:
„Was ist nur mit dem Wetter passiert?“ Ich gucke ihn fragend an. Er sagt:
„Der Wind ist weg und die Sonne auch! Es waren drei bis vier Windstärken vorhergesagt.“
„Wir sind in der Windabdeckung Anholts.“ Uwe schüttelt den Kopf:

Meer, Wellen, Hohe See

Wogen

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Anholt: Treffpunkt der späten Langfahrtsegler

Aug• 14•17

Am nächsten Morgen setze ich mich in Ermangelung eines geöffneten Cafés in aller Frühe auf den Balkon des Seglerheims. Habe mir dort in der Küche einen Muckefuck gemacht und lasse meinen Blick über den Hafen schweifen. Es liegen nur noch eine Handvoll Boote hier.

Wanderung Anholt

Unterwegs auf der Insel

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Begegnungen: Das Salz des Fahrtensegelns

Aug• 09•17

Lucky nimmt meine Leinen an.
„Ich wollte gerade zum Joggen los, als ich Néfertiti reinkommen sah.“ Jung,
gut aussehend, sympathisch. Sie würden nachher frühstücken. Ich sei herzlich eingeladen, wenn ich nicht zu müde sei.
„Gerne.“
„Ich gehe vorher nur Joggen.“

Strand auf Anholt

Anholts Hafenstrand

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Nachtfahrt

Aug• 03•17

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Immer noch vernehme ich das Glucksen an der Bordwand und das leichte Wiegen Néfertitis. „Drrrrrring!“ Der Wecker klingelt. Ich schwinge meine Beine aus der Koje und steige den Niedergang halb hoch.

Voraus alles klar. Néfertiti ist auf Kurs Richtung Anholt. Ich lasse den Blick rundum schweifen. Ermahne mich langsam und genau zu gucken. Nichts. Außer einem Schiff auf dem Dampfertrack. Aber das ist ein Mitläufer, weit weg. Ich stelle den Kurzzeitwecker wieder auf zehn Minuten und lege mich rücklings auf Imas Koje. Von hier aus kann ich den Kompass am Niedergang ablesen. Mummele mich in die Fleecedecke. Höre auf das leise Gemurmel Néfertitis, kontrolliere mit einem letzten Blick noch einmal den Kurs und mache die Augen zu…

Segeln im Kattegat, Nachtfahrt

In die Nacht hinein

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Auf nach Anholt

Jul• 30•17

Als ich am nächsten Morgen die Augen aufschlage, herrscht Stille. Ich schwinge meine Beine von der Koje und strecke meinen Kopf aus dem Niedergang. Der Wind hat auf Nordwest gedreht. Wind? Der leicht Luftzug verdient den Namen nicht: „Rasmus, wenn Du Néfertiti heute nach Anholt segeln sehen willst, musst du dich schon etwas mehr ins Zeug legen!“

Ich schalte das Ankerlicht aus, nehme den Schmöker wieder zur Hand und mache es mir auf meiner Koje bequem. Toll, wenn man diese Freiheit hat! Nach einer Weile werde ich wieder müde. Lege das Buch zur Seite und bin in kürzester Zeit eingeschlafen.

Morgens. Blick durch den Niedergang. Segeln wir heute nach Anholt?

Heute nach Anholt?

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Nähe zu mir

Jul• 12•17

Ab nach Anholt! Das ist mein erster Gedanke, als ich am nächsten Morgen voller Tatendrang aufwache. Drei Windstärken sind versprochen. Genakerwetter. Für die nächsten Tage ist Ostwind angesagt. Gut zum Übersetzen nach Dänemark. Aber noch herrscht bleierne Flaute. Ich stecke den Kurs ab. (Gestern abend war ich zu müde dafür…) Esse ein Müsli. Los!

Segeln in Schweden

Bleierne Flaute

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Seefein

Jul• 02•17

Ich krame im Schränkchen und ziehe mich an. Alle Sachen fühlen sich heute zum ersten Mal etwas klamm an. Trotz der sonnigen Tage. Wir haben schließlich Mitte September. Wegen der Morgenfeuchtigkeit an Deck ziehe ich auch noch die Ölzeughose drüber. Dann mache ich Néfertiti seefein: Erst das Groß. Steht ihr gut. Dann nehme ich den Anker an Deck, rolle die Genua aus. Steht ihr noch besser. Néfertiti legt etwas weiß auf. Ganz dezent. (Leise plätschert die Bugwelle) Und schon segeln wir aus der Bucht hinaus. Steht ihr am Besten.

Schärensegeln

Unterwegs

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Ein abstinenter Großstädter

Jun• 28•17

Ob man eine Stadt schön findet oder nicht, hängt stark von den Menschen ab, denen man dort begegnet. So gesehen gehört Göteborg zu den schönsten Städten der Reise.

Ich sitze in der Straßenbahn. Keine Selbstverständlichkeit. Man braucht 1. passendes Kleingeld oder 2. eine Kreditkarte. In jeder zweiten Bahn entfällt Option 1… Sofia hat mir einen Elektromarkt empfohlen, um das Keybord zu kaufen. Ohne Tastatur kann ich das Passwort nicht tippen… Auf dem Handy habe ich eine Adresse gefunden und jetzt bin ich auf dem Weg dorthin.

Straßencafé in Göteborg

Ich sitze im Cafe und das Leben flaniert vorbei

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Willkommen in Jöhteboria

Jun• 24•17

Am nächsten Morgen weht ein leichter Wind unter einem grauen Himmel. Kein Problem, ich will nicht weit. Langedrag liegt nur einen Katzensprung entfernt. Heute will ich nach Jöhteboria, wie die Schweden den Namen ihrer schöne Stadt aussprechen, die so ganz anders geschrieben wird. Bin mit Johan und Sofia verabredet. Die andere Yacht ist schon aufgebrochen. Ablandiger Wind. Ich hieve den Anker und lasche ihn in aller Ruhe an Deck fest.

Segeln nach Göteborg

Das letzte Stückchen nach Langedrag

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Wende um Wende

Jun• 18•17

Am nächsten Morgen klettere ich auf mein kleine Schäre und mache die eine Qi Gong Übung, die mir Ima gezeigt hat. Es ist frisch und der Himmel bewölkt. Ich fühle mich großartig. Sammele die zwei Bierdosen auf, die andere hinterlassen haben. Anscheinend sammeln die meisten Schweden Müll auf, ihren sowieso, aber auch „fremden“(!), denn auf den Schären haben wir in der ganzen Zeit keinen Müll gefunden! Ganz anders als bei uns, wo jeder meint seine Bonbonpapiere gehörten in die Natur… Zigarettenkippen sowieso und volle Dosen schleppen wir auf jeden Gipfel, aber die leeren erscheinen uns dann doch zu schwer, um sie den Berg wieder hinunterzutragen. Offenbar fühlt sich hier jeder mitverantwortlich für die Erhaltung dieser traumhaften Landschaft. Respekt Ihr Schweden! Ihr macht das super! Warum kriegen wir das bei uns nicht auch hin?!

Kreuzen in den Schären: Wende um Wende kämpfen wir uns südwärts

Auf der Kreuz

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