Fahrtenseglers-Glück.de

Néfertiti (noch nicht) auf Langfahrt

Ostsee, wir kommen!

Nov• 24•14

Néfertiti ankert eben außerhalb des Fahrwassers in der Elbe. Die Strömung zerrt heftig an der Ankerkette. Die Tide ist vor drei Stunden gekentert und wir sollten jetzt gut über die Barre der Oste kommen. Ich versuche gar nicht erst die Kette alleine mit Muskelkraft kurzstag zu holen. Das schafft vielleicht ein Wolfgang Hauser. Ich brauche das schwache Geschlecht…

Segelboot Néfertiti ankert in der Elbe

Warten

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Strömung

Nov• 24•14

Wir ankern auf der Elbe und warten darauf, dass wir über die Barre in der Oste  kommen. Das Wasser läuft auf. Und wie! Kein Wunder dass der Seegang in der Elbmündung bei Schwerwetter gefürchtet ist. Zum Glück weht ja kaum ein Lüftchen …

Da ein (bewegtes) Bild mehr sagt als hundert Worte hier ein kleines Video.

Segeln auf meine Weise

Nov• 18•14

Um 6.20 Uhr herrscht Stillwasser am Ankerplatz. Ich schiebe das Luk zurück und werfe einen Blick in die Runde. Kein Nebel. Immerhin. Aber es ist diesig und die Sicht beträgt nur knapp zwei Seemeilen. Nord 2Bft. Aber nachdem das Barometer gestern tagsüber stetig gefallen ist, steht es seit gestern Abend wie festgenagelt auf 1013hPa. Aufbrechen oder abwarten?

Segelboot Néfertiti segelt in aller Frühe auf der dunstigen Elbe

Früh Morgens

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Nebel

Nov• 13•14
oder:
Wenn Fahrtensegler Regatta segeln

Um 05.30 Uhr klingelt der Wecker. Mit einem Satz bin ich aus der Koje. Mit zwei Tiden könnten wir heute bis Cuxhaven segeln. Oder zumindest bis zum Ankerplatz in der Ostemündung. Aber schon der erste Blick nach draußen belehrt mich eines Besseren:
Graue Watte wallt um Néfertiti herum. Nebel.

Segelboot Néfertiti ankert im Nebel hinter Schweinesand

Nebel

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Flaute

Nov• 09•14

Ich wache früh morgens auf. Spüre wie Néfertiti sich leicht wiegt. In meinem Kopf ist nur Platz für einen Gedanken: Heute beginnt unser Törn. Der Törn, der fast nicht stattgefunden hätte. Ich stehe auf, schiebe das Luk auf. Die Tide ist schon gekentert. Aber kein Wind. Nicht einmal ein Windchen…

Spuren im Sand

Robinson war hier … mit Freitag … und … und …

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Aufbruch

Nov• 05•14

Ich habe noch ein letztes Mal gearbeitet, letzte Besorgungen gemacht. Ein letztes Mal über den Seekartenkoffer Ostsee nachgedacht. Bin dann doch zu geizig. Zweihundert Euro für die vage Möglichkeit, dass wir doch in die Ostsee segeln?

Ankern hinter Hans Kalb Sand

Abends zieht es sich zu

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Morgen geht’s los!

Nov• 02•14

Néfertiti zerrt ungeduldig an ihren Leinen. Ich löse eine nach der anderen, schieße sie ordentlich auf und verstaue sie in der Backskiste. Bis nur noch die kurze Mittelleine und die Achterspring übrig sind. Vor und Achterleine habe ich an der Klampe gelassen. Die werde ich gleich im City-Sport-Hafen wieder brauchen. Ich korrigiere die Lage des Kugelfenders, um in die Spring zu dampfen. Gehe zurück ins Cockpit und starte den Motor. Er springt sofort an. Néfertiti will auch los.

Grauer Himmel

Schwarze Wolke (Ein paar Tage vorher aufgenommen, bei gleichem Wetter)

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Der Anfang des Törns, der fast nicht stattgefunden hätte

Okt• 29•14

Ima und ich sind auf dem Weg zu Néfertiti. Wir radeln nebeneinander. Erreichen die Ellerholzschleuse. Ima fährt auf dem schmalen Fußweg vor. Die Sonne scheint. Kaum Wind. Wir wollen auf Néfertiti übernachten. Ich bin etwas schwermütig. Wir haben kein Geld für einen längeren Törn, zumal Néfertiti ein paar kostspielige Ausrüstungswünsche geäußert hat. Geäußert. Naja. Die alte Dame hat mich eher erpresst und den alten Fluxgate einfach außer Betrieb gesetzt. Und das Klo. Und die Batterien. Dazu kommen Diesel und Hafengelder und mein Ölzeug ist schon lange nicht mehr dicht … (mehr …)

Öffentliche Erklärung

Okt• 26•14

Hiermit erkläre ich, Klaus, Skipper der Néfertiti, öffentlich und im Vollbesitz meiner geistigen und sonstigen Kräfte vor allen Freunden dieses Blogs, dass der Großbaum Ima, Seglerin und geschätztem Crewmitglied Néfertitis, nie wieder auf den Kopf fallen wird!

Das Ende der Motorengeschichte

Jun• 15•14

Ich bin für ein langes Wochenende nach Berlin gefahren und sitze, in einem der türkischen Straßencafés im Wrangelkiez und denke an meine Schwester Ute. Sie dreht zwei Wochen im Sudan. Eines der Krisengebiete dieser Welt in dem nichts sicher ist. Auch keine ausländischen Journalisten. Ein Film über die Flüchtlinge des Bürgerkrieges. Ein wichtiger Film. Wichtig genug, um sein Leben dafür zu riskieren? Woher nimmt sie nur die Kraft immer noch an die Wirksamkeit von Filmen zu glauben? Ich bewundere ihren Mut. Vielleicht ist es ein guter Moment, das Ende der Motorengeschichte zu erzählen.. (Nein, nicht nur um auf andere Gedanken zu kommen ;) ) (mehr …)