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Segeln als Digitale Nomaden

Die Ostsee zeigt ihre Zähne

Feb• 09•15

Der Wecker klingelt um fünf. Nicht, dass er uns wecken würde. Néfertiti stampft wild in der kurzen kabbeligen See. Ima guckt mich müde an:
Seit der Wind gedreht hat, habe ich kein Auge zu getan.“
Ich habe auch nur gedöst.“ Sie bedenkt mich mit einem nachsichtigen Blick und sagt dann:
Seit wann schnarcht man beim Dösen?“ Nun denn. Ich riskiere einen Blick nach draußen. Grau und schnell dahin eilende Wolken. Vielleicht sollten wir die Überfahrt noch einmal verschieben und nur hinter die Landzunge verholen? Ich checke die Stimmung der Crew:
„Na wie sieht es aus? Segeln wir?“
Klar.“ Na denn! …

Segelboot Néfertiti: Segeln im Kleinen Belt

Im Schutz …


Wir bereiten einen Tee. (Für ein richtiges Frühstück ist es uns beiden noch zu früh.) Ich schlinge wenigstens ein Müsli herunter und dann schlüpfen wir ins Ölzeug. Noch Schwimmwesten drüber. Die Navigation habe ich gestern Abend vorbereitet. Wenn die Sicht gut bleibt, ist alles kein Problem. Nur zwei sehr flache Untiefen müssen passiert werden (0,5m und 0,7m). Habe den Kurs extra etwas nördlicher abgesetzt, um gut an den beiden Untiefen vorbei zu steuern. Ansonsten kann man sich immer an der Insel Als orientieren. Wenn die Sicht gut bleibt…

Ich versuche den Anker kurzstag zu holen, aber bei dem Winddruck habe ich keine Chance. Ima kommt an Deck und startet die Maschine, ohne dass ich sie dazu auffordern müsste. Wir sind inzwischen wieder aufeinander eingespielt. Mit Handzeichen dirigiere ich sie und kurz darauf haben wir den Anker an Deck. Festbändseln. Ima steuert Néfertiti um die Landzunge herum. Kaum bin ich zurück im Cockpit, rolle ich die Genua aus. Nicht gerade viel. Ima geht auf Kurs. Mit der stark gerefften Genua laufen wir fast 5 Knoten. Soweit so gut. Ima übergibt mir die Pinne und wir binden uns ein. Im Landschutz Lyøs rauscht Néfertiti ohne Welle dahin.

Hier gibt es keine Konstellation Wind gegen Strom.“ Ima schenkt mir ein Lächeln. Etwas bemüht. Wir wissen beide: Bald werden wir den Landschutz verlieren… Es herrschen gute sechs Windstärken. Nur Néfertiti scheint sich auf den Ritt zu freuen. Die Schaumgeborene ist in ihrem Element.

Bald hat uns der „Kleine“ Belt im Griff. Hohe Wellen rauschen steil von Süden heran, die für sich schon respekteinflößend sind. Aber es kommt schlimmer, denn der Wind hat auf ESE gedreht! Die hohen alten Wellen kommen aus Süden, aber der Wind kommt für uns von achtern und hat sich schnell seine eigene Welle aufgebaut. Je weiter wir uns von Fyn entfernen, umso höher werden diese Wellen. Es bildet sich eine unangenehme Kreuzsee. Seegang wie im Seegatt. Bei dem achterlichen Wind kann die Genua nicht stützen. Néfertiti rollt von einer Seite auf die andere. So heftig hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es sind doch „nur“ 6 Windstärken.
„Wir müssen das Schott dichtmachen, sorry.“
Ima verlässt ihren Lieblingsplatz am Niedergang, setzt das durchsichtige Schott ein und bleibt gleich unten. Löst ihre Leine. Der Wind singt im Rigg.
„Danke!“ Sie winkt ab und setzt sich auf die Koje. Ich habe die nächste Stunde alle Hände voll zu tun, um uns auf Kurs zu halten. Néfertiti boxt sich durch die wilde See.
Gischt weht von den Wellenkämmen. Ich klammere mich mit einer Hand fest und steuere mit der anderen. Néfertiti stürmt unter der klein gerefften Genua mit 5-7 Knoten auf die Untiefen zwischen uns und Als zu.

Segelboot Néfertiti: Segeln im Kleinen Belt

… der Untiefen …

 

Ich habe mir ausgerechnet, dass man die Brandung über den Untiefen von weitem sehen kann, selbst wenn man die Tonnen nicht ausmachen sollte. Trotzdem habe ich ein zwiespältiges Gefühl, als ich unser kleines Boot durch die aufgewühlte See steuere. Nur Néfertiti scheint zu lachen und ihren Spaß zu haben.

Eine Weile später: Néfertiti müsste jetzt dicht bei den Untiefen stehen. Denke ich jedenfalls. In den Böen weht der Wind mit Sturmstärke. Ich starre angestrengt voraus. Irgendwo muss doch diese Untiefentonne sein! Der Seegang hat sich weiter aufgesteilt und ist jetzt vollkommen konfus. Waschmaschine. Im Schleudergang. Das passt, denn hier verändert sich die Tiefe des Belts (auch jenseits der Untiefe) von 25m auf 9m. Als das Tohuwabohu gerade seinen Höhepunkt erreicht hat, taucht Imas Kopf am Luk auf, die Sorgleine in der Hand.

Mir ist schlecht. Kannst Du mich einbinden?“ Eine Welle krängt Néfertiti heftig zur Seite während sie gleichzeitig von einer andern achtern gehoben wird. Meine Fingerknöchel sind weiß vom festklammern. Ich habe das Gefühl die Pinne keinen Moment loslassen zu können.
„Bleib lieber unten!“ Das scheint mir sicherer.
„Ich muss aber kotzen!“

Dann kotz! Warte, ich gebe dir den Eimer.“
Ich reiße die Backskiste auf, greife die Pütz und reiche sie Ima hinunter. Das Luk ist noch nicht wieder zugeschoben, da packt uns die nächste Welle. Nefertiti surft sie hinunter. Ich sehe durch die Plexiglasscheibe, wie sich Ima übergibt. Nur Galle. Die Ärmste.

Zum ersten Mal auf Néfertiti mache ich mir Sorgen um die Grätings, die nur auf die Bänke gelegt sind. In einem etwas ruhigeren Moment schiebe ich das Luk auf.
„Kannst du die Grätings annehmen?“ Ima liegt apathisch auf der Koje und antwortet nicht.
„Ima?!“ Sie ist nicht ansprechbar. Also lege ich zumindest die kleinen Grätings von oben auf den Kartentisch, wo sie halbwegs verkeilt sind.

Ist da nicht etwas Schwarz-Gelbes gewesen? Tatsächlich. Südwestlich von uns kann ich eine Untiefentonne ausmachen. Aber keine Brandung. Komisch. Ich halte auf die Tonne zu (Die Annäherung ist bei beiden Untiefen aus Nordosten ungefährlich), bis ich im Fernglas das Topzeichen identifizieren kann: Ost. Perfekt! (Sondre Stenron, die andere Untiefe hätte Nord.) Jetzt entdecke ich auch die Brecher, die über der Untiefe Hesteskoen stehen. Ein halbe Seemeile hinter der Tonne. Was für ein gischtendes Spektakel.

Segelboot Néfertiti: Segeln im Kleinen Belt

…wird es handig und ich …

 

In Lee von Hesteskoen beruhigt sich der Seegang, Ich drehe bei und steige den Niedergang hinunter. Ima liegt auf ihrer Koje.
„Wie geht es dir?“ .Keine Antwort. Ich versuche sie zu trösten:
„Das Schlimmste haben wir hinter uns.“ Keine Antwort.
„Wenn du willst, kannst du jetzt hochkommen.“ Ich nehme den Eimer, in dem grüne Galle schwappt und entsorge ihn über die Reling. Stelle ihn ausgespült zurück wieder unter den Kajüttisch.
„Es wird gleich noch mal schaukeln, aber nicht so stark wie eben, und in spätestens einer Stunde sind wir im Landschutz von Als.“ Ima liegt nur apathisch auf ihrer Koje.
„Dann haben wir es geschafft!“ Keine Antwort. Ich trage Loggestand und Zeit ins Logbuch ein, streiche ihr über die Haare und klettere wieder nach oben. Vielleicht hätte ich gleich beidrehen sollen, als sie hochkommen wollte, aber ich bin in dem Moment nicht auf die Idee gekommen.

Ich löse die Pinne, halse und segele Richtung Nordspitze von Als. Obwohl der Wind weiter zunimmt, bleibt der Seegang jetzt handig. Langsam fängt die Sache an Spaß zu machen. Ich reffe sogar etwas aus. Néfertiti hebt und senkt sich im Rhythmus der Wellen. Als spiele sie mit der See. Wir laufen hohe Fahrt und das Rollen hat aufgehört. Wow! Néfertiti surft eine Welle hinunter und ich würde vor Glück am Liebsten schreien. Aber Ima würde das bestimmt missverstehen. Also verkneife ich mir lautstarke Glücksäußerungen und genieße still. Die Wellen haben ihre Wildheit eingebüßt: Auch kommen sie nicht mehr konfus aus vielen Richtungen sondern nur noch aus einer. Ein einsames Segelboot kommt uns entgegen. Unter Motor. Während wir das Schlimmste hinter uns haben, fängt es für die erst an…

Der Wind dreht auf SE bis S, aber jetzt haben wir den Landschutz von Als zu fassen und Néfertiti schäumt dicht unter der Küste durch eine unbewegte See. Kurz bevor wir den Als Fjord erreichen, fängt es an zu regnen. Ich spiele mit dem Gedanken für die letzte Kreuz das gereffte Groß zu setzen, da entdecke ich ihn: Einen Riss in der Genua nahe des Achterlieks. 40 cm lang… Anstatt das Groß zu setzen rolle ich die Genua ganz ein und starte die Maschine. Da war ich mit dem alten Segel wohl etwas zu keck…

Segelboot Néfertiti: Segeln im Kleinen Belt

… kann endlich fotografieren

Aus dem Regen wird ein Wolkenbruch. Die dichte Regenfahne nimmt uns jegliche Sicht.
„Kannst du die Positionslaternen anmachen, Ima?“ Keine Reaktion. Sie scheint immer noch nicht einatzfähig, also nehme ich das Gas weg, schiebe das Luk auf und steige nach unten. Schalte die Lichter ein, hauche Ima einen Kuss auf’s Haar (Mehr ist von ihr im Schlafsack gerade nicht zu sehen) und steige wieder nach oben.

In strömendem Regen marschiert Néfertiti in den Als Fjord. Mein Ölzeug hält nicht dicht. Vielleicht ist es auch Schwitzwasser. Jedenfalls bin ich klitschnass und friere, dass meine Zähne klappern. Anstatt beizudrehen und mir eine Wärmflasche zu machen, versuche ich durchzuhalten. (Ich Narr!) Denn das letzte Stück zieht sich…

Ich luge unter der Kapuze hervor, schiele voraus. Versuche mein Gesicht vor den Regentropfen zu schützen, die aufgepeitscht vom Wind fast weh tun. Es gelingt mir nicht wirklich. Das Ufer von Als ist so gerade noch zu erkennen. Vom unsichtbaren Abenraa kommt ein einsames Segel herüber. Es hält auf die Dyvig zu. Einen Pfadfinder vor uns finde ich nicht schlecht. Leider ist das Boot zu schnell für uns. Positionslichter hat es auch keine gesetzt und so verschwindet es schnell wieder in der grauen Watte. Schätze unsere Fahrt über Grund auf 2,5 Knoten und quälend langsam nähern wir uns der Bucht, die der Dyvig vorgelagert ist. Das Echolot läuft mit. Als wir auf Ostkurs gehen und auf die unsichtbare Einfahrt zur Dyvig zuhalten, lässt der Regen nach und die Sicht reißt auf. Gerade laufen zwei Yachten durch das Nadelöhr aus. Ima rappelt sich aus ihrer Koje hoch und setzt sich neben mich ins Cockpit.
„Geht es dir besser?“ Sie nickt. Noch etwas bleich um die Nase. Dann hört der Regen ganz auf.

Die Dyvig liegt voller Boote. Wir fahren gleich weiter Richtung Mjelsvig und ankern zwischen den beiden berühmten Ankerbuchten. Der Wind faucht im Rigg, aber hier liegen wir geschützt. Mir ist nur so verdammt kalt! Kaum ist Néfertiti versorgt, klettere ich in die von der Motorfahrt köstlich warme Kajüte, reiße mir die durchnässten Klamotten vom Leib und krieche in den Schlafsack. Ima bereitet mir eine Wärmflasche und einen heißen Tee, aber es dauert eine gute halbe Stunde, bis mir langsam wieder warm wird.

Klaus, das war mein schlimmster Tag auf Néfertiti!“ Die sanfte Ostsee. Ich habe Elviras Mahnung vor unserer ersten Fahrt noch in den Ohren: „Die Rauhe See wird Ima noch früh genug kennenlernen.“ Heute war es wohl soweit.

Wir sitzen gemütlich in der Kajüte und genießen ein warmes Mittagessen. In der Nachschau stellt sich heraus, dass Ima gar nicht segeln wollte. Sie hatte meine Frage am Morgen für eine Rhetorische gehalten.

♦♦♦

Dieser Blog Eintrag spielt am 9.8.14

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12 Comments

  1. Jens sagt:

    Ja, ich hatte es befürchtet. Ich weiß noch, dass 2 Wochen vor Beginn unseres Törns Ende August in die dän. Südsee die Ostsee ihre Zähne zeigte und ich froh war, dass wir noch nicht unterwegs waren.
    Mit den Untiefen vor Als hab ich schon zweimal Bekanntschaft gemacht: einmal vor vielen Jahren, als wir mit einer Baltic 39 den kl. Belt hochstürmten und wir dort in einen schweren Hagelschauer gerieten… und unser AP Navigator genau dann ausfiel,als wir ihn wegen der Untiefe brauchten. Wir sind damals ziemlich knapp dran vorbeigeschrammt und hatte alle Mühe, unseren Bock auf Kurs zu halten.. Letzten Sommer dann auf dem Weg nach Assens…mit Wegerecht vor einem großen Schoner, der stur Kurs hielt. Über Funk auf seine Ausweichpflicht angesprochen gab er zurück :kann nicht, wegen der Untiefe.“ Okay, auf Wegerecht verzichtet und mittels Maschinenunterstützung vor ihm gekreuzt.
    Ja, die Ostsee hat Zähne, habs schon oft erfahren. Ich hoffe, das Ima das nicht persönlich genommen hat, sondern weiterhin mitsegelt :-)
    Jens

    • Klaus Klaus sagt:

      Hi Jens,
      da habt Ihr mehr Glück mit dem Wetter gehabt. Wir segeln immer defensiv, gehen den anderen im Zweifel aus dem Weg. Wenn man das weitsichtig macht, bedeutet das auch kaum Umweg. Ich finde die Reaktion des Schoners gelinde gesagt seltsam. Kann mir kaum vorstellen, dass man so dicht an der Untiefe entlang fährt, dass man nicht mehr ausweichen kann. Oder wusste er nicht, wo er war? Klingt jedenfalls so oder so nach keiner seemännischen Meisterleistung des Schonerskippers… ;)
      Liebe Grüße
      Klaus

  2. Lucky sagt:

    Da bin ich aber beruhigt :)

  3. Jörg sagt:

    Mal wieder ein sehr schöner Bericht. Ich kann mir die Anstrengung durch dauerhafte Anspannung und langsames Ausküühlen bestens vorstellen. Dazu kommt der desolate Gesundheits- und Gemütszustand des einzigen Crewmitglieds, zu dem man auch noch eine besondere emotionale Bindung hat.
    Ich glaube, ich hatte es sohon an anderer Stelle geschrieben: So toll und spannend geschrieben, obwohl es sich doch „nur“ um einen relativ kurzen Törn, was Strecke und Zeit anbelangt, handelt. Das zeichnet Deinen Blog aus!

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Jörg,
      danke für Dein Lob. Das Abenteuer fängt vor der Haustür an. Finde ich toll, dass Du auch unsere „kleinen“ Fahrten zu schätzen weisst.

      Ima liebt das Boot, sie ist gerne an Bord. Aber sie freut sich auch, wenn das Segeln vorbei ist, nicht nur an so üblen Tagen wie diesem. Deshalb sind die kürzeren Schläge unser „Kompromiss“. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sie eines Tages für das Hochseesegeln zu begeistern, aber ich folge noch immer der Strategie der kleinen Schritte… Wenn ich in mich hineinhorche und ganz ehrlich bin: So wie Ima von mir annimmt, nehme ich auch von ihr an. Und inzwischen liebe ich die stillen Ankertage fast genauso wie die langen Segeltage… Man beeinflußt sich gegenseitig. Irgendwie ist das auch schön :)
      Liebe Grüße
      Klaus

  4. Joachim sagt:

    Hallo Klaus,

    obwohl ich schon eine ganze Weile bei Dir interessiert mitlese und ich mich jedes Mal über einen neuen Beitrag freue, hab ich bisher noch keinen Kommentar hinterlassen. Dieses Versäumte will ich jetzt nachholen und dokumentieren, dass mir Dein Schreibstil hier sehr gefällt und ich die Tagesberichte für äußerst kurzweilig halte.

    Was auch ich schonmal vermisst hatte, ist jetzt auch da: Das Datum der beschriebenen Ereignisse. Und tatsächlich fällt mir ein, dass genau an dem Tag (9. Aug.) unsere Charter (auf Rügen) startete. Nachdem im Sommer des letzten Jahres im Bereich der westlichen Ostsee lange Zeit sonniges und ruhiges Wetter vorherrschte, fing genau an dem Tag eine Periode mit kälterem und vor allem windreichen Wetter an. Ich kann mich gut erinnern, dass es dann eine gute Woche später noch heftiger wurde und wir drei Tage am Stück nicht rausgegangen sind.

    Vielen Dank für Deine Mühe, uns hier so gut zu unterhalten,
    sagt Joachim.

    • Klaus Klaus sagt:

      Hallo Joachim,

      danke für Deinen Kommentar. Schön, dass Du Dir den Ruck gegeben hast. :) Auch mich freut es umgekehrt zu sehen, wo Ihr in der gleichen Zeit gesegelt seid. Und wie Ihr mit dem Wetter umgegangen seid…

      Ja, ja die windreiche Zeit! Ich glaube von dem Tag an hatten wir jeden Tag irgendwann mindestens Starkwind und immer waren Schauerböen angesagt. Alle naslang musste man die Segelfläche anpassen. Habe mich selten so über die Rollfock gefreut wie in diesen Tagen… ;)
      Liebe Grüße
      Klaus

  5. Sönke sagt:

    Klaus, Du schreibst schön packend!
    Auch wenn ich selber noch keinen so ungemütlichen Törn erlebt habe glaube ich dank Deines Berichts mir gut vorstellen zu können wie es sich an Bord anfühlen muss…
    Vielen Dank für Deine Berichte!

    • Klaus Klaus sagt:

      Gern geschehen, Sönke.
      Hinterher fühlt man sich toll! ;)
      Das gilt für stürmische Segeltage genauso wie für das Schreiben von Blog Artikeln …
      Liebe Grüße
      Klaus

  6. Susanne sagt:

    Arme Ima, seekrank zu sein ist so schlimm. Ich kann auch ein Lied davon singen. Bei ruppiger See gehe ich niemals unter Deck, denn das löst bei mir die Seekrankheit aus.
    Man kann sich in deine Berichte so richtig schön reinversetzen, so als sei man selbst dabei. Ja…die Ostsee kann auch böse sein…

  7. Klaus Klaus sagt:

    Liebe Susanne,
    ich freue mich wenn jemand auch noch einmal in den alten Geschichten schmökert… und dann sogar einen Kommentar schreibt. Danke dafür! Demnächst wird es hier auch wieder lebendiger werden…
    Ich glaube das war einer der schlimmsten Momente, den Ima bis heute auf dem Boot erlebt hat. Die Kreuzsee war extrem. Von der Seekrankheit kann ich auch ein Lied singen, auch wenn ich davon seit wir auf Néfertiti segeln meist verschont bleibe. Die alten Risse haben doch etwas für sich. Gestern war eine Freundin mit ihrem Mann an Bord und sie sagte sinngemäß: Damals als Néfertiti gebaut wurde, hätte man nicht soviel Wert auf Komfort gelegt. Jetzt während ich Deinen Kommentar beantworte, fällt mir auf, dass man damals Komfort einfach anders definiert hat. Gut, keine Dusche an Bord, aber ein königliches Seegangsverhalten, bei dem einem selten richtig schlecht wird. Eine (scheinbar unbequem) enge Pantry, in der man aber auch bei Seegang freihändig arbeiten kann und seegängige Kojen…
    Liebe Grüße
    Klaus

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