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Segeln als Digitale Nomaden

Segeln ohne Geld: Mastrutscher

Apr• 14•16

Die Sonne scheint und es ist frühlingshaft warm. Ich steige über die Reling an Deck von Néfertiti, gehe zurück zum Cockpit und lege den Rucksack auf die Bank. Schlüssel aus der Tasche nesteln und den Niedergang aufschließen. Erst einmal tief ausatmen. Ist es schön hier zu sein!

Heute war ein guter Tag. Ich arbeite täglich am Manuskript und heute habe ich drei Artikel fertiggestellt und zwei vorgeschrieben. Das wird mir morgen den Einstieg erleichtern. Das Schreiben des Buches macht Spaß. Aber es schreibt sich nicht von alleine. Und der Output ist nicht immer gleich gut. Ich steige in die Kajüte hinunter und setze Teewasser auf. Zücke meinen Block und mache eine Liste von Dingen, die ich an Bord zu tun habe, bevor es los gehen kann. Ima hat auch so eine Liste gemacht. Bei ihr steht nur ein Punkt. Inventur.

Skipper muss zugeben, dass das auch letztes Mal eine gute Idee war. Auch die Staulisten.
„Diesmal soll es ohne Ballast losgehen.“ Ein tolles Ansinnen. Findet auch der Skipper. Je leichter das Boot …
„Wir sollten uns jede Schraube angucken und jeden Schäkel. Nichts überflüssiges soll mit.“ Das findet der Skipper nicht mehr ganz so gut. Er fürchtet, dieses Mal könnte es auch seinen eifersüchtig gehüteten Ersatzteilen an den Kragen gehen. Dabei habe ich Ima wohlweislich nicht erzählt, dass keiner der seit Jahren mitgeführten Ersatz-Mastrutscher, die ich noch von René, dem Vorbesitzer, übernommen hatte, dass kein einziger in die Mastschiene passt… Sebastian hatte mich um einen Mastrutscher als Muster für die neuen Segel gebeten. Einer Eingebung folgend hatte ich das noch gecheckt, bevor ich das Päckchen abschickte. Puh!

Wenig später pfeift der Wasserkessel und ich mache mir einen Tee. Die Liste ist länger geworden als erwartet und ich fürchte vor der Abfahrt könnte es noch etwas Stress geben… Aber sehen wir mal.

 

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4 Comments

  1. Jörg sagt:

    Hurra, es geht weiter! Da freu ich mich doch auf jeden Eintrag von Euch!

    • Klaus sagt:

      :D Deine Freude freut mich :D

      Werde in der Vorbereitungszeit immer mal wieder was von uns hören lassen. Auch später wenn wir unterwegs sind. ;)

      Liebe Grüße
      Klaus

  2. Kerstin sagt:

    Super! Und vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit zum bloggen nimmst. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du, das ihr gerade so einiges um die Ohren habt. Ein Buch schreiben, eine grosse Reise vorbereiten, ein altes Stahlschiff pflegen, Arbeiten und die Vorfreude auf den Toern geniessen. Zeit ist bei Euch bestimmt gerade knapp bemessen.
    Habt viel Spass an den Vorbereitungen und geniesst die Vorfreude. Tolle Zeit….
    Liebe Gruesse, Kerstin

    • Klaus sagt:

      O Mann, was freue ich mich darauf am Boot zu arbeiten, aber erst einmal muss ich das Buch fertig kriegen … Bin aber auf einem guten Wege ;)

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