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Segeln als Digitale Nomaden

Tag 4: Immer noch eingeweht in Hals

Jan• 30•17

Eigentlich wollten wir heute nach Saeby auslaufen. Aber es sind 6 -7 Bft angesagt. Das Tief wird auch in den nächsten Tagen stürmische Winde in den Kattegat bringen. Selbst für den Mittwoch, unser Wetterfenster, sind plötzlich 8-9 Windstärken angesagt. Hm!

Schwell in der Hafeneinfahrt

Hafeneinfahrt Hals

Wir machen das Beste daraus. Lesen gemütlich in der Kajüte und lassen es uns gut gehen. Ich bringe mein Tagebuch auf Vordermann. Bloggers Alltag: Fühle mich in der Bäckerei inzwischen als morgendlicher Stammgast. Nils ist zu seiner Familie nach Alborg gefahren. Ich mag Hals, aber die Schären rufen! Ima ist noch unruhiger, könnte doch jeden Tag ein Filmfestival zusagen und ihren Urlaub beenden. Den anderen hier geht es nicht anders. Das schweißt ein Band der Kameradschaft zwischen den Eingewehten. Hans Christian gibt mir den Geheimtipp mit der kostenlosen heißen Dusche in einem der Nebengebäude und ich revanchiere mich mit dem Trick, den Duschknopf mit einem Band festzustellen, damit man nicht pausenlos drücken muss…

Wellen brechen sich am Eisbrecher

Als die Sonne herauskommt, machen wir einen langen Spaziergang. Treffen einen Mann, der im Garten den Rumpf eines Fischkutters aufgeschnitten und zu einer Hütte umgebaut hat. Gerade streicht er die eine Wand. Der Fischkutter wird sein Gästehaus… Häuschen. Ima ist schnell mit ihm im Gespräch und stolz zeigt er uns das gesamte Anwesen. Liebevolle Details. Alles selbstgemacht. Was für ein kreativer findiger Geist…

Umgebautes Fischerboot

Umgebautes Fischerboot

Die Sonne scheint warm und wir liegen irgendwann Arm in Arm im hohen Gras, im Windschatten aber nicht im Schatten eines kleinen Wäldchens und es fühlt sich tatsächlich wie Sommer an.

Schutzhütte

Im Heck des Fischkutters

Abends ertönt Musik aus dem Zelt neben unserem Liegeplatz.
„Ach Klaus! Lass uns feiern gehen!“ Ima muss mich nicht lange überreden. Im Zelt herrscht ausgelassene Stimmung. Eine Band spielt. Alles gestandene Herren. Ich sage:
„Ich glaube, ich bin der jüngste hier!“ Ima guckt mich einen Moment perplex an, dann muss sie lachen. Sie ist 17 Tage älter… Und gemeinsam reduzieren wir das Durchschnittsalter drastisch. Wir tanzen zusammen. Leider haben wir so ein unterschiedliches Rhythmusgefühl, dass wir sicherlich die lustigste Darbietung von allen liefern. Spaß macht es trotzdem und viel zu früh spielt die Band ihr letztes Stück.

♦♦♦

Dieser Blog Eintrag spielt am 9.8.

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