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Wie man seine Frau (zum Segeln) verführt

Der lange Weg aus den Felsen

Feb• 18•17

Néfertiti rummst wieder auf die Felsen und es geht mir durch Mark und Bein.
„Ich will hier weg, Klaus!“ Auch ohne Ima ins Gesicht zu sehen spüre ich ihre Angst.
„Ich beeile mich!“

Die beiden Heckanker sind erstaunlich leicht und schnell geborgen. Am Heck stehend ziehe ich erst den Zweitanker hoch und danach die Kette samt Hauptanker. Lasse alles an Deck liegen. Als nächstes die Draggenleine. Ich ziehe mich im Schlauchboot an der Draggenleine hangelnd zum Felsen, in dem der Draggen noch immer gut verkantet ist, löse ihn und ziehe mich an der Leine zurück zu Néfertiti. Lege die Leine samt Draggen an Deck. Ima wartet inzwischen auch mit Ölzeug und Schwimmweste im Cockpit. Néfertiti setzt wieder knirschend auf und mahnt zur Eile. Es fängt an zu regnen. Inzwischen ist es hell.
„Ich werde beide Leinen gleichzeitig holen. Das geht schneller. Sobald die Leinen frei sind, fährst du langsam ins Tiefe. Das ist da.“ Ich zeige in die Richtung.
„Okay.“
Ich ziehe mich an der äußeren Leine zur Schäre. Springe über die nassen Felsen zur inneren Leine, löse sie und lege sie ins Schlauchboot. Dann die äußere. Steige ins Schlauchboot, knie mich auf den Boden und ziehe uns, beide Leinen wie eine fassend, Richtung Néfertiti. Ima ruft etwas, das ich nicht verstehen kann. Aber Néfertiti nimmt langsam Fahrt auf. Steuert auf das Tiefe zu. Ich ziehe mich an Néfertitis Backbordseite heran, so schnell ich kann, auf meinem Schoß türmt sich ein Berg von Leinen. Noch dreißig Meter, noch fünfundzwanzig… Verdammt ist das anstrengend… Bin total k.o. Der Platz zwischen den Felsen ist beengt. Ima leitet eine Kurve ein. Nach Steuerbord. Das ist eine mittlere Katastrophe, die sich ganz schnell zu einer riesigen entwickeln könnte. Denn so werden die Leinen in die Schraube kommen. Das wäre das Ende!
„Andersrum!“ Ich versuche näher zu kommen und ignoriere die ohnehin schon erlahmten Arme.
„ANDERSRUM!!!!“ Ima versteht mich im fauchenden Wind nicht. Mit aller Kraft versuche ich rechtzeitig längseits zu kommen. Zerre und brülle ununterbrochen:
„…ANDERSRUM! ANDERSRUM! ANDERSRUM!…“ Noch zwanzig Meter… fünfzehn… Ich komme zu spät! Bin am Ende meiner körperlichen Kräfte. Zerre trotzdem weiter. Es gibt eine zweite Ausfahrt in Lee, enger und flacher, aber wenn ich schnell genug die Rollfock setze…
„…ANDERSRUM!…“ Wir sind schon im Bereich des Hecklichts. Imas Kopf dreht sich zu mir um.
„…ANDERSRUM! ANDERSRUM!…“ Néfertiti ist bedenklich nahe an den Felsen. Endlich hat Ima mich verstanden. Noch zehn Meter. Sie legt das Ruder in die andere Richtung. Aber der Wind drückt auf den Bug.
„MEHR GAS!“ Aber das hat sie schon selbst gemerkt. Néfertiti schwingt gegen den Wind herum und kurz darauf bin ich längsseits. Ich habe beim besten Willen keine Hand frei, um die Vorleine des Dinghis an der Mittelklampe Néfertitis zu belegen. Halte das Beiboot mit der linken Hand und versuche mit der anderen Hand die Leinen zu bändigen. Verschnaufen. Das Dingi ist nicht für so viel Gewicht gedacht. Die Leinen türmen sich und das Schlauchboot steht halbvoll Wasser. Die Bugwelle Néfertitis spült über den Bug des Schlauchbootes und Augenblicke später ist es randvoll. Trotzdem bleibt es schwimmfähig. Hat nur kaum Freibord mehr. Ist halb weggesackt und ich sitze bis zum Bauchnabel im Wasser.
„Langsamer!“ Ima nimmt Gas weg. Ich kann nicht an Bord klettern. Dazu dürfen wir gar keine Fahrt machen. Sonst werden die Leinen aus dem Schlauchboot gespült und landen unweigerlich in der Schraube. Aber hier ist zu wenig Platz zum Treiben… Wieder fische ich im letzten Moment eine Schlaufe, die sich selbstständig gemacht hat. Wenigstens lässt sich Ben Nemsis jetzt leichter an der Bordwand halten. Ima steuert auf die Felsen zu. Ich rufe:
„Weiter STEUERBORD!“ Da brüllt Ima:
„ICH KANN NICHTS SEHEN!“ Sie braucht es nicht zu erklären. (Brille und Regen)
„Ich dirigiere dich! Gut so! WEITER GERADE AUS!“ Wir schlüpfen durch die enge Ausfahrt. Noch im Schutz der dritten Insel. Der Platz wird bei dem Wind allerdings nicht reichen. Wir müssen raus aus dem Felsengewirr. Kaum verlassen wir den Windschutz des Felsens fällt nicht nur der wütende Wind über uns her, sondern auch heftiger Seegang. Obwohl Ima langsam fährt, klatscht mir die Gischt vom Bug Néfertitis mit solcher Gewalt ins Gesicht, dass ich zum Bug guckend nicht atmen kann. Zwei Meilen weiter werden wir Schutz hinter Vrängö finden, aber bis dahin müssen wir erst einmal kommen. Irgendwo lauert auch noch eine unbezeichnete Untiefe… Plötzlich wird Ima, die bis jetzt so cool war, panisch. Wahrscheinlich hat sie erst jetzt bemerkt, dass das Dingi bis oben voller Wasser ist und die Wellen sind ja auch nicht ohne:
„DU WIRST ERTRINKEN!“ Tatsächlich arbeiten Nefertiti und das Dingi im Seegang gegeneinander. Aber so ernst wie es aussieht ist die Situation nicht. Abgesehen von der Gischt, fühlt es sich eher so an wie Starkwindsegeln auf der Jolle.
„Nein, weiter! Ich werde hier nicht ertrinken!“
„Aber die Wellen…“
„WEITER!“ Gerade wäscht wieder eine Welle über den Bug, versucht eine Schlinge der Leinen zu entführen und ich kann sie gerade noch packen und ins Schlauchboot zurück ziehen.
„Wir müssen freien Platz haben zum Treiben.“

Alle Plünnen zum trocknen raus

In Donsö

Schließlich ist es soweit. Ima stoppt die Maschine und ich wuchte die Leinen an Deck. Ein riesiger tonnenschwerer Knäuel. Durch das hohe Schanzkleid Néfertitis ist der Leinensalat für den Augenblick ganz gut gesichert. Ich steige hinterher und mache das Dingi an der Mittelklampe fest. Versuche es am Bug hochzuziehen, damit das Wasser auslaufen kann. Tonnenschwer. Gegen das Gewicht habe ich nicht den Hauch einer Chance. Wir dürfen das Beiboot nicht verlieren. Es ist doch nur geliehen… Ima startet die Maschine wieder. Sie hält Néfertiti mehr oder weniger auf der Stelle, während ich das Beiboot mit der Pütz von oben lenze. Mir ist so kalt in den nassen Klamotten. Schließlich ist Ben Nemsis so weit geleichtert, dass ich das Schlauchboot am Bug anheben kann und das restliche Wasser herausläuft.

Jetzt zur Navigation. Ich suche die rote Tonne, aber kann sie im Seegang nicht ausmachen. Das ist keine Zeit für Nostalgie: Es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis das Handy (GPS) hochgefahren ist, aber dann ist klar, dass wir geradeaus fahrend gut frei der felsigen Untiefe bleiben. Verdammt ist mir kalt. Ima fährt, während ich anfange die Leinen, Kette und Trossen zu klarieren. Plötzlich sagt sie:
„Du hast ganz blaue Lippen.“ Zuerst die Kette des Hauptankers. Mein Körper zittert schon eine Weile und meine Zähne klappern. Ich bin in den nassen Klamotten unterkühlt und es weht in den kalten Böen mit Sturmstärke. Wenn die Kette wieder klar ist, könnten wir in der Bucht da vorne ankern. Sandstrand am Ufer! (Das deutet auf Sand als Ankergrund und Sand ist der beste Ankergrund für unseren Anker.)
„Ankern!??“ Ima ist entsetzt, „Ich will in den nächsten Hafen!“
„Nur für eine halbe Stunde… Ich bin total unterkühlt!“
„Nein, wir müssen in einen Hafen!“ Langsam kommen wir in den Schutz Vrängös. Schließlich ist der Anker wieder klar. Die hohen Bäume geben perfekten Windschutz, aber die Bucht ist eingerahmt von unübersehbaren Ankerverbotsschildern. Der nächste Hafen ist Donsö. Nur einen Katzensprung entfernt. Wie gerne hätte ich hier geankert… Raus aus den Klamotten… Wärmflasche… Stattdessen sitze ich zitternd auf dem Kajütdach und entwirre Festmacher, Ankerleinen, Trossen, Schoten … Alles was ich in der Nacht zusammengeknotet hatte, während Ima hier, wo kaum eine Welle das Wasser kräuselt, langsame Kreise zieht. Denn die Navigation erfordert in den Schären permanente Aufmerksamkeit. Zwar habe ich Ima das Handy in die Hand gedrückt, aber sie hat nie geübt nach dem Plotter zu fahren… (Dämlicher Skipperfehler, aber wer rechnet auch mit sowas…)

Nefertiti sieht aus wie ein Räuberlager

In Donsö

Plötzlich kommt die Sonne heraus. Köstliche Wärme auf dem Gesicht. Ich habe gar nicht bemerkt, wann es aufgehört hat zu regnen. Schließlich sind wenigstens die Festmacher einsatzbereit. Wir laufen nach Donsö. Eigentlich einfache Navigation. Aber ich traue mir in meinem Zustand nicht. Ziehe immer noch vor Kälte zitternd lieber das GPS zu Rate und fühle mich ängstlich abhängig von dem elektrischen Teil in meiner Hand, das mir unsere Position auf drei Meter genau auf der elektronischen Karte anzeigt.

Bleibt nur noch das Anlegemanöver. Das Anlaufen eines unbekannten Hafens ist immer spannend, aber bei diesen Sturmböen!? Hatten wir nicht genug Spannung für heute? Schließlich kommt der Hafen in Sicht, und was ich schon befürchtet hatte, bewahrheitet sich: Bei dieser Windrichtung ist der Hafen von Donsö nur durch eine Mole geschützt. Sprich: Man wird auch im Hafen der vollen Gewalt des Windes ausgesetzt sein.

Néfertiti schlüpft durch die Hafeneinfahrt und ich entspanne mich augenblicklich. Mehrere freie Stege liegen in Windrichtung, an denen wir problemlos gegen den Wind anlegen können. Auf dem einen steht ein Mann, der uns heran winkt. Er nimmt unsere Vorleine an und ist voller Tipps. Da drüben sei der Supermarkt, dort der Hafenkontor, da die Waschräume. Wenn man über Nacht bleibe, müsse man an dem Automaten ein Ticket ziehen. Er schätzt sogar das Liegegeld für unser Boot, das unerwartet moderat ausfällt. Wir werden auf alle Fälle über Nacht bleiben. Während ich mich entschuldige, um endlich aus den nassen Klamotten zu kommen, höre ich, wie Ima von unserem Abenteuer erzählt. So schnell wird aus bitterem Ernst eine Geschichte… Dann verschwinde ich erst einmal im Schlafsack, um mich aufzuwärmen. Wenig später kommt Ima unter Deck und macht mir eine sooooo angenehm warme Wärmflasche.

Erst als der Mann am Nachmittag wieder kommt, um unauffällig unser Ticket zu prüfen, das munter vom Bugkorb flattert, begreifen wir, dass er der Hafenmeister ist. Da sieht Néfertiti wie ein Räuberlager aus. Alle Leinen liegen auf dem Kajütdach zum Trocknen in der Sonne. Das Ölzeug hängt vom Baum herab, neben Hose, Pullover, Fleecejacke, Strümpfen …

♦♦♦

Dieser Blog Eintrag spielt am 13.8.

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15 Comments

  1. Walter sagt:

    pfffff,
    glückliches Ende mit Schrecken.

    Klaus,
    ich habe eine Frage dazu:
    WO war das? – ich verfolge viele Skipper (seit vielen Jahren) via http://yachttrack.org. (das sind meist Schiffe mit Amateurfunkausrüstung).

    …und eure Reisen (jo, auch schon im Watt) auf Grund deiner Beschreibung :-)

    Ich finde keine Bucht mit einem „L“… oder ich such am falschen Ort ;-)

  2. Walter sagt:

    Nachtrag,
    ich denke, ich habe den Standort gefunden :-)
    …müßte die größere/nördlicher Schäre der Inselgruppe Fjordholmen sein.

    • Walter sagt:

      oha,
      nun ist er auf einmal da :-)

      meine beiden letzten Postings wären zu löschen…
      Danke Klaus.

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Walter,

      erst einmal sorry dafür, dass Dein Kommentar in der Warteschleife gelandet ist. Ich werde so von Spamautoren bedrängt, die händisch (!) Spamkommentare verfassen, dass die Kriterien sehr, sehr eng gefasst sind, wann ein Kommentar in die Warteschleife geschickt wird. Dabei kommt es leider gelegentlich vor, dass sich auch geschätzte Kommentatoren wie du im Netz verfangen. Unter dem Strich ist das aber besser, als hier stündlich irgendwelche schlüpfrigen, widerlichen, dummen (Momentan besonders oft gesehen: Kyrilische oder chinesische Schriftzeichen. Hallo?! Wer soll das lesen???) zu löschen.
      Habe die Kommentare, in denen du nach dem noch nicht frei geschalteten Kommentar fragtest, deinem Wunsch entsprechend gelöscht.

      Zu deiner Frage: Wir haben zwischen Fjordholmskären und Fjordholmen geankert. Später die Leinenverbindung zu Fjordholmskären ausgebracht. (Ich hatte den Ankerplatz vor meinem inneren Auge. Das sah L-förmig aus. Dass die Insel hinter dem L sozusagen weiterging, hatte ich nicht mehr so in der Erinnerung. Sorry. Der Felsen, auf dem wir saßen ist auf deiner Karte eingezeichnet. Es ist der einzelne in der Mitte… (Laut unserem später erworbenen Handbuch sind es übrigens zwei…)

      Liebe Grüße
      Klaus

      • Walter sagt:

        moin Klaus,
        ja, diese Spams sind extrem störend und verlangen, leider, viel Zeit fürs Löschen… :-(

        vielen Dank für die Info bzgl des Standortes!
        Felsen ist natürlich wesentlich schlimmer als in meinem Fall mit dem „Gras unter Wasser“…
        bei gut 7 bis 8 Windstärken hielt der Anker nimmer und wir pflügten mit der 47er etliche Schneisen in die Bucht.

        aber das Wichtigste:
        es ist für euch gut ausgegangen = thumbs up
        Hut ab auch vor Ima, sie hat sicher einiges durchgestanden und wird dich im Geiste des öfteren in eine der großen Pyramiden gebeamt haben.

        lG Walter

        • Klaus Klaus sagt:

          Oja. Hut ab vor Ima! Das finde ich auch. Sie hat sich toll gehalten! Das Erlebnis hat uns noch einmal näher zusammen gebracht. Neu zusammen geschweißt. Aber darüber schreibe ich im nächsten Artikel noch einmal ein paar Worte.

          Das muss eine harte Nacht bei Hvar gewesen sein. Bin froh, dass es für euch auch gut ausgegangen ist.

          Liebe Grüße :)
          Klaus

  3. Carsten sagt:

    Puhhhh… schön, das es so glimpflich ausgegangen ist.
    Lieben Gruß an die Crew!
    Carsten

    • Klaus Klaus sagt:

      Manchmal braucht man auch ein bisschen Glück…
      Liebe Grüße von der Crew zurück. Sie sitzt gerade neben mir und schreibt eine Bewerbung…
      Klaus

  4. Christian sagt:

    Mensch Klaus,
    meine Nerven! Das war ja vielleicht ein Krimi! Eine echte Bewährungsprobe für Schiff und Crew! Ich hoffe, Euer Schärentörn hatte auch noch chilligere Phasen zu bieten. Bin gespannt, wie es weiter geht.
    Herzliche Grüße – Christian

    • Klaus Klaus sagt:

      Hi Christian,

      das Schöne an solchen Erlebnissen ist: Mit ihnen im Gepäck erscheinen einem andere brenzlige Situationen plötzlich halb so wild… ;) Werde morgen noch einmal einen Artikel schreiben mit den Lehren, die wir daraus gezogen haben. Danach hatten wir uns auf die Verhältnisse in den Schären eingestellt, denn unterm Strich bieten sie doch vor allem eines: Schutz.

      Liebe Grüße
      Klaus

  5. Jörg sagt:

    Heftig. Habe noch nie vor Anker übernachtet, bisher nur zum Kaffee trinken und baden geankert. Dein Bericht jagt mir gehörig Respekt ein bezüglich des Ankerns. Werde mir auf jeden Fall einen Zweitanker zulegen. Und wahrscheinlich bei der ersten Nacht vor Anker kein Auge zumachen, da ich dann an diesen Bericht denken muss. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn Du Einhand gewesen wärest.

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Jörg,

      einhand hätte ich die beiden Anker als letztes geborgen und gehofft, dass sie halten, bis ich zurück an Bord gewesen wäre. Eventuell hätte ich eine der letzten beiden Leinen geopfert und von Bord aus losgeworfen…

      Lass dich von dem Bericht nicht ins Boxhorn jagen! Wir haben hunderte Male geankert ohne irgendwelche Probleme. Suche dir einen windstillen Tag für das erste Mal aus und eine geschützte Bucht mit gutem Ankergrund. Sand wäre für die meisten Anker die erste Wahl. Ankern ist toll!

      Liebe Grüße :)
      Klaus

  6. Klaus sagt:

    Ein ähnliches, aber glimpflicher verlaufenes Erlebnis hatte ich auch bei meinem ersten Schärentörn in den frühen 90ern. Nur konnte ich beim ersten Ausetzen sehr schnell die Leinen von den Felsen lösen und aus der engen Bucht verschwinden. Daran aber schloss sich eine lange tastende Fahrt durch unbetonntes, felsenbestücktes Wasser an, bis wir ein bezeichnetes Fahrwasser erreichten. GPS und Plotter gabs noch nicht und so zeichnete ich alle zwei Minuten die Position des Deccagerätes in die Papierkarte ein und gab dann die Steueranweisungen ins Cockpit. Nachts um drei fanden wir dann endgültig einen Hafen.

    Und Imas Wunsch in dieser Situation nicht wieder ankern, sondern in den nächsten Hafen zu wollen kann ich wunderbar nachvollziehen.

    Gratulation zum glücklichen Ausgang!

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Klaus,

      Nachts durch unbetonntes, felsenbestücktes Wasser nur mit Decca. Respekt vor der seemännischen und navigatorischen Leistung!

      Dass Ima in den Hafen wollte, kann ich auch verstehen. Auch damals. Aber mir war sooooo kalt! Bin auch wirklich dankbar, dass sie danach das Ankern nicht in Bausch und Bogen verbannt hat…

      Liebe Grüße :)
      Klaus

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