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Segeln als Digitale Nomaden

Kosterhamn

Mai• 02•17

Abends. Das Licht ist schon aus, da sagt Ima von ihrer Koje aus:
„Du, Klaus. Können wir nicht ein paar Tage auf Koster bleiben. Es ist so schön hier. Mal richtig Urlaub machen…“ Richtig Urlaub?!
„… Sind doch meine letzten Tage…“ Das stimmt auch wieder.
„…Muss ja nicht hier im Hafen sein.“ …

Knäckebrot in Schweden

Was verbinden wir mit Schweden? Außer den Schären natürlich ;)


„Wir könnten nach Kosterhamn.“ Die Bucht ist gut geschützt gegen westliche Winde. Leider liegt der am besten geschützte Teil (bei Südwest, der für die nächsten Tage angekündigt ist) in einem Naturschutzgebiet. Ankern verboten bis 31.8. Das wäre morgen. (Wer sich über meine Detailkenntnisse mitten in der Nacht wundert: Ich hatte es mir für heute schon im Handbuch angesehen, aber Ima wollte gerne mal in einen Hafen…)
„Das heißt: Du bist einverstanden?“
„Ja. Bin ich.“

Morgens machen wir einen Spaziergang zur Bucht Kosterhamn. Der Himmel trägt noch immer Grau. Der Wind biegt Bäume und scheucht die tieferen Wolken vor sich her. Kosterhamn ist eine weit geschwungene Bucht. Der Name kommt nicht von ungefähr. Die Bucht verspricht Schutz wie ein Hafen. Wald und Sandstrand. Ima ist begeistert. Sandstrand! Der Tourist in mir erfreut sich an dem schönen Anblick, aber auch der Skipper ist angetan: Sandstrand deutet auf Sandgrund: Bester Ankergrund für unseren Anker. Kein einziges Boot liegt hier. Ima macht Tai Chi im Sand und ich setze mich daneben und sehe ihr zu. In wenigen Tagen werde ich allein sein. Ich freue mich darauf, obwohl ich weiß, dass ich sie vermissen werde. Aber ich war solange nicht mehr alleine unterwegs… Spüre, wie sehr ich das mal wieder brauche.

Über den weiteren Tag schweigt sich mein Tagebuch aus. „Urlaub“ halt! Erst am nachmittag werfen wir die Leinen los. Vor der Ausfahrt geht die Genua hoch. Für die anderthalb Meilen ersparen wir uns das Groß. (Wer langsamer segelt, …) Unter Segeln (unter Segel) tastet sich Néfertiti in die Bucht hinein. Auf der einen Seite der Bucht, nördlich der überspülten Steine, liegt ein Plätzchen nahe des Ufers das den besten Schutz für heute Nacht verspricht. Aber auch hier läuft eine leichte Windsee. Im Naturschutzgebiet würden wir ruhiger liegen, aber wir respektieren die Zeiten. Ist ja nur für eine Nacht, dann können wir verholen.

♦♦♦

Dieser Blog Eintrag spielt am 31.8.

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