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Segeln als Digitale Nomaden

Was liegt an?

Jun• 16•19

Ima und ich haben nach dem letzten Sommer weiter als Digitale Nomaden gearbeitet.  Eigentlich wollten wir im Winter das Kapital verdienen, um Néfertiti für Langfahrt auszurüsten. Wir wollten dieser Tage die Leinen lösen für die Große Fahrt mit unbestimmten Ziel. Open end. Das haben wir wegen des Sterbens meines Vaters nicht geschafft. Es gibt auch kein Erbe, das uns bei der Erfüllung dieses Traumes helfen könnte. So sind wir auf uns selbst geworfen. Wir werden das auch so schaffen! Allerdings nicht diesen Sommer, sondern erst nächsten.

Néfertiti im Travehafen

Noch nicht reisefertig…

Ima arbeitet momentan als Consultant für die EU. Dafür evaluiert sie acht Frauenprojekte im Arabischen Raum. Für den Report reiste sie nach Aman, Kairo und demnächst nach Casablanca und führte bislang über 50 Interviews. Damit hat sie ein ganz neues Niveau als Digitaler Nomade erreicht. Wenn sie das Projekt abgeschlossen haben wird, werden wir für den Rest des Sommers noch einmal ins Watt segeln.

Ich hoffe bis dahin die erste Fassung des Manuskriptes für Delius & Klasing fertig zu haben. Wenn ich zurück komme, werde ich hier im Blog von unserem Sommer im Watt erzählen und von den Vorbereitungen für die Große Fahrt gen Süden.

Unabhängig davon arbeiten Ima und ich intensiv an unserer Vision für ein wundervolles Leben. Manche ziehen los, erfüllen sich den Traum einer Weltumseglung und kommen fast unberührt zurück. Wir arbeiten daran unser Leben bewusst zu leben. Bewusstsein zu erlangen für das, was wir wirklich wollen und uns darüber auszutauschen. Wir wollen alles bewusst erleben und tun. Und eine gemeinsame Vision finden. Was für Menschen möchten wir sein? Sind wir es? Und was können wir tun, um so zu werden? Was für eine Beziehung möchten wir führen? Was für Gefühle sollen in unserem Leben vorherrschen? Was für Gedanken? Wer ist in unserem Leben willkommen und wer nicht? Und warum? Wofür nehmen wir uns Zeit und wofür nicht? Wo wollen wir leben und wie? Und was können wir tun, um das zu verwirklichen? Warum tun wir es nicht schon längst? Was hindert uns daran? Was sind unsere Ängste und Sorgen und was können wir daran ändern? …

Es ist eine Reise in unser Innerstes und gehört zum Spannendsten, was ich je getan habe. Wir wollen am Ruder unseres Lebens stehen und es selbst kreieren. Ich habe immer geglaubt, ich würde nahe an meinen Träumen leben, aber momentan habe ich eher den Eindruck schlafwandelnd durch mein Leben getorkelt zu sein. Aber das ändert sich jetzt!

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4 Comments

  1. Jörg sagt:

    Lieber Klaus, das hört sich nach der spannendsten Reise an, von der ich je gehört habe. Ich meine die Reise zu Dir/Euch. Werden wir daran teilhaben?
    Liebe Grüße
    Jörg

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Jörg,
      das finde ich auch. Der Blog handelt natürlich als erstes vom Segeln. So eine Reise zu sich selbst ist ja kein Sonntagsausflug. Ich meine damit: sie dauert im besten Falle ein ganzes Leben, wird also nicht im August abgeschlossen sein… Insofern bin ich sicher, dass das mit einfließt.

      Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wird mir klar, dass diese Reise zu uns selbst im letzten Sommer angefangen hat. Ich hatte schon damals das Gefühl zu wachsen. Trotzdem hat unsere Auseinandersetzung mit uns und dem was wir wollen in den letzten Monaten ein anderes Niveau erreicht…

      Alles Liebe :)
      Klaus

  2. Carsten sagt:

    Puh, schwere Kost, die Reise nach innen, seit einfach Ihr selbst und lebt danach. Nehmt Euch nicht zuviel für Euch selbst vor, auch daran kann man scheitern. Du weißt ich lebe oft in der Grenzregion und freue mich einfach über einen schönen Segeltag. Den Tag wilkommen heißen und genießen,man weiß nie vieviele Tage einem selbst vergönnt sind und das ist gut so!

    Aber schön das Du wieder on line bist

    Gruß Carsten der Schlauchi

    • Klaus Klaus sagt:

      Lieber Carsten,
      ich empfinde das garnicht als schwere Kost. Tatsächlich fühlt sich das Leben „leichter“ an. Mir kommt es so vor, als strahle das Bewusstsein wie ein Licht, dass auch dunkle Stunden zu erhellen vermag.

      Für mich fühlt sich das Nicht-Erreichen von Zielen auch nicht jedes mal wie Scheitern an. (Manchmal schon. ;) ) Wenn die Winde ungünstig wehen, sucht man sich halt einen anderen Ankerplatz… Sich Ziele zu setzen hilft dabei überhaupt aufzubrechen. Wenn wir dann ankommen (oder auch woanders ankommen)stellen wir oft fest, dass der Weg das Ziel war.

      Aber vielleicht könne wir das ja mal bei einem Kaffee vertiefen… :)
      Liebe Grüße
      Klaus

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