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Segeln als Digitale Nomaden

Wie man seine Frau zum Segeln verführt (2)

Mai• 03•13

Nachdem ihr Euch über eure Bedürfnisse ausgetauscht habt, werdet ihr wahrscheinlich nicht nach Island segeln. Jedenfalls nicht beim ersten Törn. Gut so.

In diesem Blog Artikel möchte ich euch zu ein paar Fragen inspirieren, über die ihr im Vorfeld reden könntet. Dabei wird es schon mal etwas konkreter. Wichtig ist es, einen Gedanken im Hinterkopf zu behalten: Wenn das erste Mal segeln eine schöne Erinnerung wird, steht einem zweiten Mal kein großes Hindernis entgegen. Deshalb ist es eine gute Idee, die seglerischen Herausforderungen erst einmal herunterzuschrauben.

Damit wären wir bei der ersten wichtigen Frage: Wo wollt ihr segeln?
Iman und ich waren  festgelegt. Wir mussten über die Nordsee segeln; aber wir haben uns bemüht die Herausforderungen erst einmal gering zu halten und langsam zu steigern. Wenn man die Wahl hat, macht es Sinn sich ein „leichtes“ Revier auszusuchen. Das Revier sollte gut geschützt sein. Viele Ankerplätze und Häfen in kurzen Distanzen aufweisen. Flensburger Förde, Schlei, Limfjord, Ijsselmeer wären meiner Meinung nach ganz gut geeignet. Wenn man sich sicher fühlt, kann man die Herausforderungen immer noch steigern. Last not Least solltest du dich auf dem Revier sicher fühlen. Wenn du dich dort schon auskennst, kann es auch ein etwas anspruchsvolleres Revier sein.

Wie lange wollt ihr unterwegs sein? Für das erste Mal muss es vielleicht nicht der gesamte Jahresurlaub sein? Auch wenn dein Herz blutet. Auf der anderen Seite braucht man immer ein bisschen Zeit, um sich an die bescheideneren Verhältnisse an Bord einzugewöhnen. Was einem in den ersten Tagen als arge Einschränkung erscheint, wirkt nach zwei Wochen vielleicht wie Luxus pur. Z.B. heiße Duschen bei denen man „nur“ alle vier Minuten nachwerfen muss.

Welches Wetter ist zu erwarten? Beim ersten Mal vielleicht doch lieber mit einer Charteryacht im Mittelmeer segeln? Auf der anderen Seite ist es hilfreich, wenn Du das Boot kennst… Aber im Gespräch werdet ihr die widerstreitenden Punkte abwägen können und sicher eine Lösung finden.

An wievielen Tagen wollt ihr segeln? Täglich? Jeden Zweiten? Nur bei idealen Bedingungen? Bei welchen Wetterbedingungen geht ihr noch raus? Néfertiti fühlt sich bei 5 Windstärken rundum wohl. Aber für viele Anfänger wird sich das anfühlen wie „Sturm“. Deshalb habe ich (tue ich immer noch) auf 3 Windstärken gehofft. Bei 4 habe ich ein erstes Reff eingebunden. Wer es nicht gewohnt ist, dem kann alleine Krängung Angst machen. Also egal wieviel Erfahrung Du hast, ich rate Dir erst einmal defensiv zu segeln. Aber natürlich ist da jeder Anfänger anders. Vielleicht liebt dein Partner den Nervenkitzel…

Folgt ihr jeden Tag dem Wind oder wollt ihr eine bestimmte Route absegeln?

Wer kocht? Wer kocht auf See? Für das Wir-Gefühl ist es gut wenn man sich abwechselt. Mal schön essen gehen, kann die Stimmung auch ganz gewaltig steigern. ;)

Was tun bei schlechtem Wetter? Auch wenn es mir persönlich schwer fallen würde: Wenn tagelang der Regen über den Hafen fegt, das Schwitzwasser von der Decke tropft, die Kojen feucht und klamm sind, darf man auch mal ins Hotel ziehen! (Glücklicherweise haben wir auf Néfertiti dieses Problem nicht. Sie ist auch bei schlechtem Wetter staubtrocken.)

Oder eine örtliche Wellnessoase aufsuchen…

Euch fällt bestimmt etwas ein, um das Beste aus verfahrenen Situationen zu machen.,. Aber wenn man darüber spricht und sich schon im Vorfeld ein paar schöne Dinge überlegt, kann man sich ja vielleicht sogar auf den einen oder anderen Regentag freuen.
Hier noch ein paar weitere Fragen als Anregung:

Wieviele Stunden wollt ihr täglich segeln? Mehr Zeit auf dem Wasser verbringen oder an Land?(Ein Boot ist auch eine wunderbare Basis, um Ausflüge an Land zu machen … wandern zu gehen … Menschen kennen zu lernen.)
Lieber Ankern oder in Häfen liegen?
Schoten reißen oder sonnenbaden?
Früh aufstehen oder ausschlafen?
Wenn ihr offen miteinander sprecht, werden Euch noch viele andere kommen. Jede ist es wert sich darüber auszutauschen und gegebenenfalls einen Kompromiss zu finden.

Wenn man sich vorher auf einen gemeinsamen Nenner gebracht hat, bedeutet das ja nicht, dass man seine Pläne nicht ändern kann: Wahrscheinlich ändert unterwegs sowieso mindestens einer seine Meinung. Vielleicht möchte deine Frau doch plötzlich mal einen langen Schlag segeln und nicht immer nur 2-3 Stunden …Oder du entdeckst deine Liebe zu gotischen Kathedralen…

Alles ist möglich. Es geht darum, dass ihr eine gute Zeit miteinander verlebt. Um nichts anderes!

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5 Comments

  1. hans sagt:

    schön wieder von dir zu lesen!“
    wünsche euch ein freudiges, erlebnisreiches segeljahr.

    gruss hans

  2. Klaus sagt:

    Moin Hans,

    ein freudiges, erlebnisreiches Segeljahr wünsche ich Dir auch. Ich habe heute noch an Dich gedacht. War in Moorfleet. Und wollte doch immer mal Dein Boot sehen… ;)
    Liebe Grüße
    Klaus

    • hans sagt:

      bin heute,mittwoch u. samstag ab 1100h – 1700h an bord. gruss hans

      • Klaus sagt:

        Moin Hans,
        so’n Pech. Mittwoch war ich bei Néfertiti und am Wochenende bin ich in Berlin…
        Ist Old Bucaneer noch im Wasser? Oder hast Du sie schon rausgeholt?
        Liebe Grüße
        Klaus

        • hans sagt:

          bedingt durch den langen Winter,sind viele Bootseigner noch am pinseln usw.Ich kann vermtl. erst im juni an Land….leider!“ (Slipwagen belegt) derzeit arbeite ich meine Masten,Gaffel, Bäume u. Blöcke auf.
          wie sieht`s denn bei Deiner „Nefertiti“aus? Wo liegt Sie in hamburg?
          gruss hans

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