Fahrtenseglers-Glück.de

Segeln als Digitale Nomaden

Willkommen in Jöhteboria

Jun• 24•17

Am nächsten Morgen weht ein leichter Wind unter einem grauen Himmel. Kein Problem, ich will nicht weit. Langedrag liegt nur einen Katzensprung entfernt. Heute will ich nach Jöhteboria, wie die Schweden den Namen ihrer schöne Stadt aussprechen, die so ganz anders geschrieben wird. Bin mit Johan und Sofia verabredet. Die andere Yacht ist schon aufgebrochen. Ablandiger Wind. Ich hieve den Anker und lasche ihn in aller Ruhe an Deck fest.

Segeln nach Göteborg

Das letzte Stückchen nach Langedrag

(mehr …)

Wende um Wende

Jun• 18•17

Am nächsten Morgen klettere ich auf mein kleine Schäre und mache die eine Qi Gong Übung, die mir Ima gezeigt hat. Es ist frisch und der Himmel bewölkt. Ich fühle mich großartig. Sammele die zwei Bierdosen auf, die andere hinterlassen haben. Anscheinend sammeln die meisten Schweden Müll auf, ihren sowieso, aber auch „fremden“(!), denn auf den Schären haben wir in der ganzen Zeit keinen Müll gefunden! Ganz anders als bei uns, wo jeder meint seine Bonbonpapiere gehörten in die Natur… Zigarettenkippen sowieso und volle Dosen schleppen wir auf jeden Gipfel, aber die leeren erscheinen uns dann doch zu schwer, um sie den Berg wieder hinunterzutragen. Offenbar fühlt sich hier jeder mitverantwortlich für die Erhaltung dieser traumhaften Landschaft. Respekt Ihr Schweden! Ihr macht das super! Warum kriegen wir das bei uns nicht auch hin?!

Kreuzen in den Schären: Wende um Wende kämpfen wir uns südwärts

Auf der Kreuz

(mehr …)

Der verlorene Freund

Jun• 11•17

Der Ankerplatz bei Oxholmen lässt zu wünschen übrig. Wunderschön gelegen, aber beim Eindampfen ziehe ich nur den Anker über Seegras. Zweiter Versuch… Dritter… Schließlich steuere ich die flachgehende Bucht nördlich an. Nach zwei weiteren Versuchen gräbt sich endlich der Anker ein. Nicht dass ich mich jetzt sicher fühlen würde. Nicht so wie sonst beim Ankern. Es sind zwar nur leichte Winde angesagt, aber zur Sicherheit aktiviere ich den Ankeralarm des Handys.

Verwunschene Schären

Normalerweise würde mich die Insel locken…

(mehr …)

Ein Tag an dem alles möglich ist: Extrem Drifting

Jun• 08•17

Am nächsten Morgen springe ich aus der Koje, kaum, dass ich wach geworden bin. Prüfe voller Vorfreude den Ladezustand der Batterie. Die Batterie ist … ähm … nicht vollkommen aufgeladen. Zeigt nur 12,5 Ladung. Obwohl das Ladegerät in den Erhaltungsmodus geschaltet hat. Enttäuschung. Nicht Laden hätte auch jede Autobatterie für 70 € gekonnt. Aber ich habe das Dreifache ausgegeben.

Verwunschene Schären

Verwunschene Stimmung

(mehr …)

Liebeserklärung an die hässlichste Stadt Schwedens: Uddevalla

Jun• 05•17

Das Radio drüben ist verstummt. Ich sitze in der Kajüte Néfertitis. Ein paar Kerzen blaken, aber ich habe zusätzlich das elektrische Licht über dem Kartentisch angeknipst: Ich wälze Seekarten. Möchte gerne innen um Orust und Tjörn herum. Neues entdecken. Scheint auch grüner zu sein. Nachteil: Bei den angesagten südwestlichen Winden werde ich im Fjord ab Uddevalla kreuzen müssen. Aber vermutlich auch bei westlichen oder südlichen Winden, vielleicht sogar bei Südost. Denn sicherlich wird der Bodenwind sich den Konturen des Fjordes anpassen…

Segeln in den Schären

Hochnebel in den Schären

(mehr …)

Eine Joshua

Jun• 02•17

Néfertiti läuft unter Motor in den Sötekanal ein. Das Handy GPS läuft mit. Alle paar Sekunden schaue ich auf das Display. Zugegeben. Die Fahrt von Bake zu Bake würde das aus navigatorischer Sicht nicht unbedingt nötig machen…

Starkwindsegeln in den Schären

Steife Brise …

(mehr …)

Der Wecker

Mai• 30•17

Der Wind, der aufgekommen ist, als ich durch Fjällbacka schlenderte, steht nicht durch. Östlich Valöns, noch in Sichtweite der Hafenanlagen, verhungert Néfertiti in einer Flaute. Ich kann die Leute auf der Terrasse des Cafés sitzen sehen. Aber ich beneide keinen von ihnen. Genehmige mir stattdessen eine Schale meines Lieblingsjoghurts. Genuss pur. Schnappe mir mein Tagebuch und kritzele Buchstaben auf Papier. Was will ich mehr? Nach einer Weile kommt ein Windhauch auf und schiebt uns durch die verwinkelte felsumstandene Einfahrt der Bucht.

Schärengarten

Braune Segel vor grauer Ewigkeit

(mehr …)

Fjällbacka

Mai• 27•17

Am nächsten Morgen riechen meine Klamotten und Haare nach kaltem Rauch. Ich bin in aller Herrgottsfrühe wach. Erst einmal wasche ich mir die Haare. Mit Seewasser. Brrr. Spüle die Sachen von gestern. Hole Ben Nemsis nach einem kurzen Müslifrühstück (epochal: ohne Tee) an Deck und gehe kurzstag. Setze das Groß und hieve den Anker. Während ich ihn auf dem Vordeck fest lasche, greift der Wind ins Groß. Die Schot ist halb gefiert und nicht belegt. Trotzdem nimmt Néfertiti Fahrt auf und luvt an. Weg vom nahen Ufer. Das war keine Absicht, aber: Perfekt. Ich gehe zurück ins Cockpit, rolle die Genua aus und schon strebt Néfertiti in der leichten Brise dem Ausgang der Bucht zu, ohne die friedliche Stille gestört zu haben…

Segeln im Schärengarten

Im Schärengarten auf dem Weg nach Fjällbacka

(mehr …)

Das vergessene Ankerlicht

Mai• 24•17

Das Feuer brennt langsam nieder. Nur noch ein Glühen. Die Bucht liegt tief schwarz vor mir. Ich habe vergessen, das Ankerlicht einzuschalten. Néfertiti ist unsichtbar. Ich lege kein Holz mehr nach. Langsam geht das Feuer aus.

(mehr …)

Kürbiskernbrot

Mai• 22•17

Die Nacht über soll es schwachwindig bleiben. Da kann man auch mal auf dem in den Schären nicht besonders gut haftenden Clay ankern. Die Bucht ist traumhaft schön. Ein Rudel Huftiere (Könnten das Gemsen sein?!) klettert über die steilen Felsen, die in der tiefer sinkenden Abendsonne rot leuchten. An dem einen Ufer habe ich einen kleinen knapp fünf Meter langen Strand entdeckt. Die windstille Bucht schreit geradezu nach einem Lagerfeuer. Außerdem sollte ich Gas sparen. Jeden Tag könnte die Flasche leer sein.

Ankerplatz Dyvig (In Schweden !)

Am Ankerplatz

(mehr …)