Fahrtenseglers-Glück.de

Segeln als Digitale Nomaden

Fjällbacka

Mai• 27•17

Am nächsten Morgen riechen meine Klamotten und Haare nach kaltem Rauch. Ich bin in aller Herrgottsfrühe wach. Erst einmal wasche ich mir die Haare. Mit Seewasser. Brrr. Spüle die Sachen von gestern. Hole Ben Nemsis nach einem kurzen Müslifrühstück (epochal: ohne Tee) an Deck und gehe kurzstag. Setze das Groß und hieve den Anker. Während ich ihn auf dem Vordeck fest lasche, greift der Wind ins Groß. Die Schot ist halb gefiert und nicht belegt. Trotzdem nimmt Néfertiti Fahrt auf und luvt an. Weg vom nahen Ufer. Das war keine Absicht, aber: Perfekt. Ich gehe zurück ins Cockpit, rolle die Genua aus und schon strebt Néfertiti in der leichten Brise dem Ausgang der Bucht zu, ohne die friedliche Stille gestört zu haben…

Segeln im Schärengarten

Im Schärengarten auf dem Weg nach Fjällbacka

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Das vergessene Ankerlicht

Mai• 24•17

Das Feuer brennt langsam nieder. Nur noch ein Glühen. Die Bucht liegt tief schwarz vor mir. Ich habe vergessen, das Ankerlicht einzuschalten. Néfertiti ist unsichtbar. Ich lege kein Holz mehr nach. Langsam geht das Feuer aus.

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Kürbiskernbrot

Mai• 22•17

Die Nacht über soll es schwachwindig bleiben. Da kann man auch mal auf dem in den Schären nicht besonders gut haftenden Clay ankern. Die Bucht ist traumhaft schön. Ein Rudel Huftiere (Könnten das Gemsen sein?!) klettert über die steilen Felsen, die in der tiefer sinkenden Abendsonne rot leuchten. An dem einen Ufer habe ich einen kleinen knapp fünf Meter langen Strand entdeckt. Die windstille Bucht schreit geradezu nach einem Lagerfeuer. Außerdem sollte ich Gas sparen. Jeden Tag könnte die Flasche leer sein.

Ankerplatz Dyvig (In Schweden !)

Am Ankerplatz

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Wiedersehen mit der schönen Einhandseglerin

Mai• 19•17

Am Morgen weckt mich die Sonne. Sie knallt heiß von einem wolkenlosen Himmel herab. Kein Windpfeifen im Masttop. Ich greife zum Handy. Ima hat mir eine Liebes-SMS geschickt. Ich schicke ihr einen virtuellen Kuss zurück und schäle mich aus den Decken. Steige an Deck. Der Wind hat auf Nordost gedreht. Haucht auflandig auf den Strand. Néfertiti ist geschwoit und liegt jetzt dicht an der Untiefe, die man gut im Sonnenlicht sehen kann. Ich beglückwünsche mich zu dem vorsichtigen Ankermanöver gestern Abend. Die schwedische Yacht geht unter Segeln in Fahrt. Als sie gemächlich in der leichten Brise an Néfertiti vorbeizieht ruft mir einer der beiden Männer an Bord auf Deutsch zu:
„Das Leben ist schön!“

Vor Anker dicht bei der Untiefe

Idyllischer Arbeitsplatz

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Aufbruch mit gemischten Gefühlen

Mai• 14•17

Ich schlendere alleine zurück zu Néfertiti. Der Hafen ist mittlerweile proppevoll und fest in norwegischer Hand. Jetzt verstehe ich, warum die Bedienung im Bistro gestern zwar Englisch und Norwegisch, aber kein Schwedisch sprach. Am Wochenende fallen die Norweger in Strömstad ein, um billig (!) einzukaufen. Die ersten Boote liegen im Päckchen. Zeit aufzubrechen.

Segeln in Schweden: Schären

Gut, ich habe im schlimmsten Moment nicht an Fotos gedacht, aber der Seegang sieht auf dem Foto so harmlos aus, dass es mir fast peinlich ist… Aber die Manöver des Motorbootes sprechen Bände…

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Sexy Gummistiefel

Mai• 11•17

Ima sieht ihre Sachen durch. Zunehmend verzweifelter:
„Ich habe nichts zum Anziehen!“
„Wieso? Sexy Gummistiefel und Ölzeug! Damit bist du der Hingucker auf jeder Party!“ Ima streckt mir die Zunge heraus.

Ima

Ein tapferes trauriges Lächeln

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Die schöne Einhandseglerin

Mai• 08•17

Auch am nächsten Morgen pfeift der Wind im Rigg. Ich höre ihn schon in der Koje. Aber Néfertiti liegt bewegungslos wie im Hafen. Nur alle paar Stunden, wenn die Fähre den Fähranleger ansteuert, läuft ein leichter Schwell durch die weit geschwungene Bucht. Trotzdem werden wir den gut geschützten Ankerplatz verlassen. Wir haben Anfang September. Es wird Zeit…

Starkwind im Skagerak

Windige Weiterfahrt

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Für sich selbst eintreten

Mai• 05•17

Meine Zehen krallen sich in den warmen Sand. Es fühlt sich gut an. Die Sonne knallt heiß von einem blauen Himmel. Der Wald hinter uns gibt ganz passablen Windschutz. Fühlt sich an wie Sommer! Man hört das Rauschen der Brandung von der anderen Seite der Insel her. Aber hier atmet alles Ruhe. Am Morgen haben wir Néfertiti in das Gebiet verholt, das bis gestern Naturschutzgebiet war. Jetzt liegt sie friedlich wie im Hafen. In die Stille hinein sagt Ima:
„Ich kann noch eine Woche länger bleiben.“ Die Worte klingen in meinen Ohren nach wie Donnerhall: Eine Woche länger.

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Kosterhamn

Mai• 02•17

Abends. Das Licht ist schon aus, da sagt Ima von ihrer Koje aus:
„Du, Klaus. Können wir nicht ein paar Tage auf Koster bleiben. Es ist so schön hier. Mal richtig Urlaub machen…“ Richtig Urlaub?!
„… Sind doch meine letzten Tage…“ Das stimmt auch wieder.
„…Muss ja nicht hier im Hafen sein.“ …

Knäckebrot in Schweden

Was verbinden wir mit Schweden? Außer den Schären natürlich ;)

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Koster

Apr• 28•17

Auch am nächsten Morgen herrscht West bis Nordwest. Weniger stark als angekündigt. Der Himmel macht in Grau. Egal. Wir nehmen es, wie es kommt. Ölzeug an. Los!

Sannäsfjord

Sannäsfjord

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