Fahrtenseglers-Glück.de

Segeln als Digitale Nomaden

Der verlorene Freund

Jun• 11•17

Der Ankerplatz bei Oxholmen lässt zu wünschen übrig. Wunderschön gelegen, aber beim Eindampfen ziehe ich nur den Anker über Seegras. Zweiter Versuch… Dritter… Schließlich steuere ich die flachgehende Bucht nördlich an. Nach zwei weiteren Versuchen gräbt sich endlich der Anker ein. Nicht dass ich mich jetzt sicher fühlen würde. Nicht so wie sonst beim Ankern. Es sind zwar nur leichte Winde angesagt, aber zur Sicherheit aktiviere ich den Ankeralarm des Handys.

Verwunschene Schären

Normalerweise würde mich die Insel locken…

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Ein Tag an dem alles möglich ist: Extrem Drifting

Jun• 08•17

Am nächsten Morgen springe ich aus der Koje, kaum, dass ich wach geworden bin. Prüfe voller Vorfreude den Ladezustand der Batterie. Die Batterie ist … ähm … nicht vollkommen aufgeladen. Zeigt nur 12,5 Ladung. Obwohl das Ladegerät in den Erhaltungsmodus geschaltet hat. Enttäuschung. Nicht Laden hätte auch jede Autobatterie für 70 € gekonnt. Aber ich habe das Dreifache ausgegeben.

Verwunschene Schären

Verwunschene Stimmung

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Liebeserklärung an die hässlichste Stadt Schwedens: Uddevalla

Jun• 05•17

Das Radio drüben ist verstummt. Ich sitze in der Kajüte Néfertitis. Ein paar Kerzen blaken, aber ich habe zusätzlich das elektrische Licht über dem Kartentisch angeknipst: Ich wälze Seekarten. Möchte gerne innen um Orust und Tjörn herum. Neues entdecken. Scheint auch grüner zu sein. Nachteil: Bei den angesagten südwestlichen Winden werde ich im Fjord ab Uddevalla kreuzen müssen. Aber vermutlich auch bei westlichen oder südlichen Winden, vielleicht sogar bei Südost. Denn sicherlich wird der Bodenwind sich den Konturen des Fjordes anpassen…

Segeln in den Schären

Hochnebel in den Schären

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Eine Joshua

Jun• 02•17

Néfertiti läuft unter Motor in den Sötekanal ein. Das Handy GPS läuft mit. Alle paar Sekunden schaue ich auf das Display. Zugegeben. Die Fahrt von Bake zu Bake würde das aus navigatorischer Sicht nicht unbedingt nötig machen…

Starkwindsegeln in den Schären

Steife Brise …

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Der Wecker

Mai• 30•17

Der Wind, der aufgekommen ist, als ich durch Fjällbacka schlenderte, steht nicht durch. Östlich Valöns, noch in Sichtweite der Hafenanlagen, verhungert Néfertiti in einer Flaute. Ich kann die Leute auf der Terrasse des Cafés sitzen sehen. Aber ich beneide keinen von ihnen. Genehmige mir stattdessen eine Schale meines Lieblingsjoghurts. Genuss pur. Schnappe mir mein Tagebuch und kritzele Buchstaben auf Papier. Was will ich mehr? Nach einer Weile kommt ein Windhauch auf und schiebt uns durch die verwinkelte felsumstandene Einfahrt der Bucht.

Schärengarten

Braune Segel vor grauer Ewigkeit

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Fjällbacka

Mai• 27•17

Am nächsten Morgen riechen meine Klamotten und Haare nach kaltem Rauch. Ich bin in aller Herrgottsfrühe wach. Erst einmal wasche ich mir die Haare. Mit Seewasser. Brrr. Spüle die Sachen von gestern. Hole Ben Nemsis nach einem kurzen Müslifrühstück (epochal: ohne Tee) an Deck und gehe kurzstag. Setze das Groß und hieve den Anker. Während ich ihn auf dem Vordeck fest lasche, greift der Wind ins Groß. Die Schot ist halb gefiert und nicht belegt. Trotzdem nimmt Néfertiti Fahrt auf und luvt an. Weg vom nahen Ufer. Das war keine Absicht, aber: Perfekt. Ich gehe zurück ins Cockpit, rolle die Genua aus und schon strebt Néfertiti in der leichten Brise dem Ausgang der Bucht zu, ohne die friedliche Stille gestört zu haben…

Segeln im Schärengarten

Im Schärengarten auf dem Weg nach Fjällbacka

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Das vergessene Ankerlicht

Mai• 24•17

Das Feuer brennt langsam nieder. Nur noch ein Glühen. Die Bucht liegt tief schwarz vor mir. Ich habe vergessen, das Ankerlicht einzuschalten. Néfertiti ist unsichtbar. Ich lege kein Holz mehr nach. Langsam geht das Feuer aus.

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Kürbiskernbrot

Mai• 22•17

Die Nacht über soll es schwachwindig bleiben. Da kann man auch mal auf dem in den Schären nicht besonders gut haftenden Clay ankern. Die Bucht ist traumhaft schön. Ein Rudel Huftiere (Könnten das Gemsen sein?!) klettert über die steilen Felsen, die in der tiefer sinkenden Abendsonne rot leuchten. An dem einen Ufer habe ich einen kleinen knapp fünf Meter langen Strand entdeckt. Die windstille Bucht schreit geradezu nach einem Lagerfeuer. Außerdem sollte ich Gas sparen. Jeden Tag könnte die Flasche leer sein.

Ankerplatz Dyvig (In Schweden !)

Am Ankerplatz

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Wiedersehen mit der schönen Einhandseglerin

Mai• 19•17

Am Morgen weckt mich die Sonne. Sie knallt heiß von einem wolkenlosen Himmel herab. Kein Windpfeifen im Masttop. Ich greife zum Handy. Ima hat mir eine Liebes-SMS geschickt. Ich schicke ihr einen virtuellen Kuss zurück und schäle mich aus den Decken. Steige an Deck. Der Wind hat auf Nordost gedreht. Haucht auflandig auf den Strand. Néfertiti ist geschwoit und liegt jetzt dicht an der Untiefe, die man gut im Sonnenlicht sehen kann. Ich beglückwünsche mich zu dem vorsichtigen Ankermanöver gestern Abend. Die schwedische Yacht geht unter Segeln in Fahrt. Als sie gemächlich in der leichten Brise an Néfertiti vorbeizieht ruft mir einer der beiden Männer an Bord auf Deutsch zu:
„Das Leben ist schön!“

Vor Anker dicht bei der Untiefe

Idyllischer Arbeitsplatz

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Aufbruch mit gemischten Gefühlen

Mai• 14•17

Ich schlendere alleine zurück zu Néfertiti. Der Hafen ist mittlerweile proppevoll und fest in norwegischer Hand. Jetzt verstehe ich, warum die Bedienung im Bistro gestern zwar Englisch und Norwegisch, aber kein Schwedisch sprach. Am Wochenende fallen die Norweger in Strömstad ein, um billig (!) einzukaufen. Die ersten Boote liegen im Päckchen. Zeit aufzubrechen.

Segeln in Schweden: Schären

Gut, ich habe im schlimmsten Moment nicht an Fotos gedacht, aber der Seegang sieht auf dem Foto so harmlos aus, dass es mir fast peinlich ist… Aber die Manöver des Motorbootes sprechen Bände…

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