Fahrtenseglers-Glück.de

Segeln als Digitale Nomaden

Flirt

Mrz• 14•17

Am nächsten Morgen herrscht strahlender Sonnenschein. Keine Wolke und kein Wind. Wir gehen ankerauf und motoren die zwei Meilen zurück nach Skärhamn. Die junge Hafenmeisterin guckt mich verständnislos an, als ich frage, was es koste, wenn wir ein paar Stunden am Gästesteg liegen, um einzukaufen.
„Nothing!“

Westschwedische Schären

Schäre

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Fehlende Haken

Mrz• 12•17

Hinter der Durchfahrt wartet ein schmales Fahrwasser auf Néfertiti. Felsen und Felsen und Felsen. Ima grinst mich an:
„Toll hier!“
„Finde ich auch.“ Manchmal können Worte das nicht ausdrücken, was wir fühlen. Wir wissen beide, dass dieses „toll“ gute Chancen auf den Titel Untertreibung des Jahres hat.

Nach einer Weile erreichen wir die Hafenanlagen von Skärhamn. Sie bleiben an Steuerbord liegen. Vielleicht können wir da morgen unsere Vorräte aufstocken. Heute wollen wir weiter nach Sunna Holme. Zwei Kringel zieren den Eintrag in unserem Hamnguiden. Einer von Ima und einer von Johan. Wenn das keine Empfehlung ist! Bis dahin sind es keine zwei Seemeilen. Obwohl ich mich vorhin verfahren habe, empfinde ich das Ganze doch eher als bestandene Feuerprobe. Schließlich haben wir uns, wenn auch in letztere Sekunde, aber doch ganz manierlich aus der Affäre gezogen… Ohne GPS. Aber Odin ist noch nicht so ganz überzeugt, oder ist es Thor? Jedenfalls halten die nordischen Götter für uns noch eine zweite Feuerprobe bereit…

Blick aus dem Niedergang Néfertitis in den Abendhimmel

Abends

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Verirrt?

Mrz• 09•17

Trotz der kurzen Nacht wachen Ima und ich früh auf. Unser Rhythmus hat sich auf dieser Fahrt so umgestellt, dass wir jeden Morgen mit dem ersten Tageslicht aufwachen. Fast egal wieviel Schlaf wir hatten.
„Wollen wir los?“
„Lass uns doch noch einen Spaziergang machen. Vielleicht sind die beiden auch schon wach.“
Nach einem kurzen Spaziergang, unsere Freunde schlafen noch, brechen wir auf. Bye bye Sofia and Johan. We will meet again!

Enge Passage

Solche Passagen sind in den Schären nicht selten

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Lotsen

Mrz• 05•17

Als ich über den Bugkorb an Bord Néfertitis klettere, steht Johan an Deck seines Bootes. Nicht mehr mit nacktem Oberkörper. Er hat eine Jacke übergezogen und bereitet das Ablegen vor.
„The forecast changed?“
„17 m/s!“ Wenn ich jetzt nur wusste, was das in Beaufort ist…

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Der Anfang einer Freundschaft

Mrz• 03•17

Fünf Beaufort. Die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Wir wollen nach Sunna. Sind außen um Kläverön herum, damit wir Raum zum Kreuzen haben. Néfertiti stampft im stetig zunehmenden Nordwind. Gischt spritzt. Für einen Moment meine ich das bunte Schillern eines Regenbogens im spritzenden Schaum zu sehen. Ima fragt:
„Hast du auch Hunger?“ Tatsächlich habe ich Hunger. Néfertitis Bug bohrt sich in die nächste Welle. Wieder schillert es in der Gischt.
„Guck mal. Ein Regenbogen.“ Ima guckt mich skeptisch an.

Klaus unrasiert

Klaus, unrasiert und fern der Heimat… sorry, manchmal sieht man an Bord auch so aus ;)

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Unbetonnte Untiefen

Mrz• 01•17

Am nächsten Morgen brechen die Holländer auf. Es herrscht Nordwind. Nord bis Nordwest. Gut für sie. Schlecht für uns. Aber wir sind in den Schären. Während die Holländer nach Hause müssen. Wir müssen gar nichts. Haben einen Ozean von Zeit.

Klaus auf Felsen einer Schäre

Abendlicher Landgang

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Der selektive Blick

Feb• 27•17

„Wie heißt noch einmal unsere Box?“
„D5.“ Wir schlendern vor zum Türmchen des Hafenmeisters, aber der ist nicht aufzufinden. Zu früh.

Ima auf den Felsen

Klettern auf die Schäre

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Schärennavigation

Feb• 24•17

Nach einer erfreulich ereignislosen Nacht wachen wir auf, als die ersten Motorboote ihren Morgengruß entbieten und Néfertiti neckisch schaukeln. Wir wollen hinüber nach Langedrag. Selbst der kleine Sprung bedeutet gewissenhafte Navigation, denn zwischen Hauptfahrwasser und der Hafeneinfahrt liegen ein Haufen Felsen im Weg. Fast automatisch geht meine Hand zum Schapp, in dem mein Handy liegt.
„Ist das dein Ernst, Klaus?!“ Eine innere Stimme wehrt sich gegen den ständigen Einsatz des elektronischen Helferleins. Eine Stimme, die von Tag zu Tag leiser wird.

Ankerplatz morgens

Morgens

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Wunden lecken

Feb• 22•17

Während die Plünnen an Deck Néfertitis trocknen, lassen wir es uns gut gehen. Lecken unsere Wunden. Machen eigentlich nichts. Verarbeiten langsam und eher schweigend das Erlebte. In Dönsö gibt es einen Supermarkt. Der erste mit schwedischen Preisen. Neugierig, aber auch auf alles gefasst, betreten wir den kleinen Inselmarkt.

Abendbrot

Wir sind beim Kochen gedanklich doch noch woanders

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Manöverkritik

Feb• 20•17

Irgendetwas ist da letzte Nacht gewaltig schief gelaufen. Genau genommen läuft beim Segeln ja immer mal etwas schief. Ihr wisst das selbst. Wir halten mit etwas Abstand gerne Manöverkritik ab, um herauszufinden, was genau passiert ist, wie jeder sich in der Situation fühlte, was man das nächste Mal besser machen könnte, was gut gelaufen ist … Letzte Nacht hat der Skipper einige Fehler gemacht. Falls Dir noch etwas auffällt, was uns entgangen ist, würde ich mich über einen Hinweis freuen. Hier die Ergebnisse unserer Manöverkritik:

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