Fahrtenseglers-Glück.de

Segeln als Digitale Nomaden

Wie wir mit Néfertiti trocken kentern

Nov• 03•20

Kurz nach Neun Uhr morgens ist Hochwasser in Finkenwerder. Und kurz nach Neun dreht Néfertiti ein, läuft langsam zwischen die Dalben, die den Trockenfallplatz markieren. Zehn nach Neun sind wir fest. Die Sonne, die schon jetzt von einem fast wolkenlosen Himmel herab scheint, verspricht einen sommerlich heißen wunderschönen Tag.

Segelboot Néfertiti läuft aus

Wir laufen wieder aus… (Foto Mick M.)


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Gehackt!

Aug• 23•20

Sorry, sorry, sorry! Die Seite wurde gehackt und ich hatte lange Zeit keinen Zugang zum Dashboard. Ein echter Albtraum! Vielen Dank noch einmal an alle, die mich deshalb kontaktiert haben. Ich habe jedem persönlich geantwortet, aber hier noch einmal an alle meinen herzlichen Dank.

Ich hoffe, dass ich Gees123 jetzt wieder ausgeschlossen habe. Der Hacker nennt sich Egg Nilson und benutzte die Emailadresse futurebig@hotmail.com. Mir ist das Geschäftsmodell hinter diesem Hack vollkommen schleierhaft.

Falls hier noch einmal seltsame Artikel auftauchen sollten: Dieser Blog handelt vom Segeln! (Dickes Ausrufezeichen!) Und ich schreibe deutsch! Alles andere ist nicht von mir.

Vorsorglich habe ich die Spendenfunktion erst einmal außer Kraft gesetzt.

Zur Zeit sind wir auf Spiekeroog und genießen das Meer, die … ähm … gerade nicht zu sehende Sonne, den Wind, die zutraulichen Seehunde und diese grandiose Landschaft…

Gehabt Euch wohl!
Klaus

Handtuchträger

Apr• 11•20

Morgens rudern wir die paar Meter an Land. Es weht immer noch schwachwindig aus Ost. Während ich pulle, fragt Ima:
„Willst du heute unbedingt weiter?“
„Nein. Wir könnten bleiben solange Ostwind herrscht.“ Gegen alle anderen Richtungen wäre der Ankerplatz schlecht geschützt. Ima grinst mich an:
„Ich finde das toll hier am Strand. Wie richtiger Urlaub.“ Letzteres überhöre ich geflissentlich…

Fähre vor Norderney

Die einzigen Wellen weit und breit

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Beidrehen auf See

Apr• 04•20

Ich werde morgens früh wach. Ohne Wecker. Anscheinend ist gerade die Tide gekentert und Néfertiti dreht um den Anker. Jedenfalls wandern die zarten Sonnenflecken, die durch die Bullaugen fallen, durch die ganze Kajüte. Ich drehe mich noch einmal herum. Wenn ich jetzt ankerauf gehe, wird Ima auch hellwach werden und wir haben Zeit. Zumindest ein Bisschen. Ich döse noch einmal ein. Aber zehn Minuten später regt sich Ima in ihrer Koje und jetzt sind wir beide wach.
„Hör mal, Ima. Wer weiß wie sich das mit dem Wind entwickelt. Ich wollte dich nicht wecken, aber am Liebsten würde ich jetzt schon los.“
„Mach nur.“

Bald müssen wir beidrehen

Im Seegatt zwischen Spiekeroog und Langeoog

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Néfertiti und Google Earth

Mrz• 27•20

Am späten Vormittag herrscht Niedrigwasser. Blauer Himmel. Wir lassen das Dinghy zu Wasser und rudern hinüber an den Strand. Die Sonne scheint sommerlich heiß auf uns herab. Niemand denkt an Google Earth. Ich freue mich nur still über das Glück hier sein dürfen. Das erleben dürfen. Ich bin aus tiefstem Herzen glücklich als ich das Schlauchboot am Flutsaum verankere. Noch läuft das Wasser ab.
„Ich würde mir gerne den Katamaran ansehen.“
„Klar doch!“

Katamaran trockengefallen im Watt bei Spiekeroog ist auch auf Google Earth zu sehen

Der Katamaran ist auf Google Earth am deutlichsten zu erkennen…

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Feierabend

Mrz• 20•20

Später Nachmittag. Der leichte Wind hat auf Nordwest gedreht. Wasser ist gebunkert, die Proviantlast aufgefüllt. Ima hat den Report abgeschickt. Wir haben hier nichts mehr zu tun. Néfertiti ist auslaufbereit. Ich würde mich gerne von Thomas verabschieden, aber der ist mit einer Flasche Hochprozentigem Richtung Lagune aufgebrochen, um sich bei einem Segler zu bedanken, der ihm geholfen hat. Ja. Wir haben inzwischen Thomas wieder getroffen, der uns so großzügig begegnet war. Seine eigene Fahrt unterbrochen hatte, sogar die Segel geborgen, nur um sicher zugehen, dass bei uns an Bord alles in Ordnung war.

Segelboot Néfertiti ankert im Watt bei Spiekeroog

Ein herrlicher Abend …

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Ein Arbeitstag als Digitale Nomaden

Mrz• 14•20

Am nächsten Morgen sind wir früh auf den Beinen. Das Barometer steht nach wie vor hoch auf 1026 hPa. Südwind, drei bis vier Beaufort. Hohe Zirren. Um 5.30 Uhr geht Néfertiti ankerauf. Noch vor Frühstück oder Tee. Ich hieve den Anker an Deck und lasche ihn fest. Zurück im Cockpit rolle ich die Genua aus. Schon setzt sich Néfertiti in Bewegung. Ima beginnt unter Deck an zu arbeiten. Vor einigen Wochen hatte sie die erste Fassung ihres Reports eingereicht. Die gewünschten Änderungen sind überschaubar, sie ist fast fertig, aber heute und morgen ist sie auf Internet angewiesen.

Néfertiti segeln in aller Herrgottsfrühe nach Spiekeroog

Früher Aufbruch

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Ein perfekter Moment

Feb• 29•20

Ich wache auf und das erste, was ich noch im Halbschlaf wahrnehme, ist: Stille. Der Starkwind hat sich endlich ausgeweht. Ich öffne die Augen und das zweite, was ich wahrnehme ist ein offenes Niedergangsluk durch das die Sonne hereinscheint. Ima sitzt vor einem blauen Himmel und meditiert. Ich stehe leise auf. Möchte sie nicht stören. Aber nach ein zwei Minuten öffnet sie von sich aus die Augen und sagt:
„Na, du Langschläfer!“ Es ist gerade sieben durch!
„Ich bin schon seit Stunden auf. Wollen wir an Land?“ Ähm …Bin gerade aufgestanden! … Vielleicht etwas später? … Während mir derlei durch den Kopf geht frage ich etwas zurückhaltend:
„Jeeee-etzt?!“

Néfertiti vot Anker bei Langeoog

Sonne und eine leichte Brise. Welche Wohltat nach den windigen und nassen Tagen!

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Ankern im Watt oder: Eine gute Seele

Feb• 23•20

Als ich aufwache weht es immer noch ordentlich. In den Böen heult der Wind im Rigg. Ich schäle mich aus dem Schlafsack und werfe einen Blick in die Runde. Die Tide ist gekentert. Das morgendliche Niedrigwasser ist schon durch. Néfertiti liegt noch im Schutz der Sandbänke und bewegt sich kaum. Aber die Sonne scheint und der Himmel sieht freundlich aus. Auch wenn die ersten Zirren zu sehen sind. Ich schiebe das Luk vorsichtig wieder zu, aber Ima ist doch aufgewacht:
„Guten Morgen, Habibi.“
„Guten Morgen, Ima.“
„Krieg ich einen Kuss?“

Sandbank

Unser kleines privates Paradies

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Alltag auf der Seehundbank

Feb• 16•20

Als ich morgens aufwache arbeitet Néfertiti in einer leichten Welle. Auf und nieder … auf und nieder … Wahrscheinlich hat mich das geweckt. Ima ist auch wach:
„Was ist denn das für ein Seegang?!“ Ich streife den kuschelig warmen Schlafsack ab, steige aus der Koje und schiebe das Luk auf. Mäßiger Wind aus Südost. Ima guckt mich fragend an:
„Und?“

Fischkutter im Watt vor der Seehundbank

Kurzer Besuch bei der Seehundbank

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