Fahrtenseglers-Glück.de

Endlich auf Langfahrt

Ankerfreuden

Apr• 22•17

Der Wind hat ordentlich zugelegt. Die eine oder andere Fallbö schießt durch die Bucht auf Néfertiti herab. Bringt das Rigg zum Heulen. Ich lege meinen Schmöker zur Seite und riskiere einen Blick. Nicht aus Nordost, der erwarteten Richtung, gegen die wir geschützt wären, sondern aus Nordwest. Das bringt uns auf Legerwall.
„Hm!“
„Was ist?“
„Der Anker hält nicht.“ Der Felsen hinter uns ist bedenklich nahe gekommen.

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Palstek

Apr• 21•17

Ich habe im Buch „111 Gründe, Segeln zu gehen“ eine Anekdote mit Rudi erzählt, dem Skipper, mit dem ich meinen ersten längeren Hochseetörn absolvierte.

Ganz zu Anfang unseres Törns über die Biskaya wollte er mich, den Neuling, testen und bat mich einen Palstek zu knüpfen. Da ich damals kletterte, kannte ich den Palstek als Bulinknoten. Dieser Bergsteigerknoten sieht am Ende genauso aus, wird aber anders geknüpft als unser gesteckter Palstek. Die Skepsis war Rudi ins Gesicht geschrieben, als ich anfing… Seine Überraschung war am Ende um so größer… Er streckte mir seine Hand hin, um seinen Respekt zu bezeugen und nachdem ich eingeschlagen hatte, nahm er mich in der Folgezeit besonders unter seine Fittiche. Fortan nahm er sich alle Zeit der Welt die Fragen des wissbegierigen Segelneulings zu beantworten. Er erklärte mir mit Begeisterung alles, was auch immer ich wissen wollte: Wolkenbilder, Dünung, Wettervorhersage selbst gemacht, Navigation…

Eine der ersten Fragen von Frau Fischer vom Hamburger Abendblatt war dann die nach der Knüpfart dieses Knotens. Sie habe es nicht ganz verstanden…

Für alle die sich auch gefragt haben, wie dieser andere Palstek nun geknüpft würde: Hier die Fotos die ich ihr nach dem Interview zugeschickt habe.

Segeln: Alternativer Palstek

Ein Auge legen und einen Teil der langen Part als Schlaufe hindurchziehen…

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Interview mit dem Hamburger Abendblatt

Apr• 17•17

Am Morgen bin ich früh auf den Beinen, schiebe das Luk auf und kann mich kaum satt sehen an dem Grün. Der Himmel ist grau. Es fängt an zu nieseln. Ich schiebe das Luk wieder zu. Ima sieht mich aus ihrem Schlafsack aus an:
„Und?“
„Grau und fies… Aber wunderschön!“
„Wir segeln aber trotzdem weiter, oder?“
Morgen habe ich das Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Hier hätte ich guten Empfang. Andererseits ist der im Führer so lieblich aussehende Ankerplatz von Sannäsfjorden auch nicht so weit von Havstensund entfernt… (Luftlinie)
„Wenn du willst…“
„Ja. Immer etwas Neues entdecken!“ Erst einmal setze ich Wasser auf. Für einen Frühstückstee. Danach wende ich mich dem Kartentisch zu und bereite die Navigation vor. (Unproblematisch)

Ankerplatz in den schwedischen Schären

Néfertiti vor Anker

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Labsal für die Seele

Apr• 13•17

Ima und ich wandern seit Stunden über Trossö. Querfeldein. Nur Felsen und Wald. Das Grün ist Labsal für die Seele. Dichtes Unterholz verstellt uns den Weg.
„Hier geht es lang.“
„Nein. Hier.“
„Ich bin mir sicher.“
„Ich auch!“
Ein guter Moment, um erst einmal eine Tasse Tee zu trinken…

Wanderung über die Schären

Labsal für die Seele

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Der Klabautermann

Apr• 10•17

„Wir haben kaum noch frisches Obst.“ Ima nimmt sich einen der letzten Äpfel aus dem Obstkorb. Wahrscheinlich füttern wir den Klabautermann mit durch… und seine gesamte Verwandschaft. Jedenfalls nehmen unsere Frischvoräte immer rasend schnell ab.

Schweden: Segeln in den Schären

Unter Genua gen Resö

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Schlechte Sicht

Apr• 08•17

Abends sitzen wir noch bei einem Glas Wein und Kerzenlicht in der Kajüte. Laut Wetterbericht ist in den nächsten Tagen wieder mit Starkwind zu rechnen. Nur morgen sind angenehme drei Windstärken angesagt.

„Wir sollten den morgigen Tag nutzen, um zurück in den Schärengarten zu schlüpfen. Dann haben wir alle Freiheiten…“ Ima ist einverstanden, obwohl wir beide gerne noch geblieben wären. Ich stehe auf, schalte das Licht über dem Kartentisch an und widme mich der Navigation. Ich habe Sehnsucht nach Bäumen. Wäldern…
„Schau mal hier: Kalvön. Da gibt es Wald!“ Ima lächelt mich an:
„Auja. Etwas Grün wäre schön.“ Na dann! Wenn es sogar meiner Wüstenblume so geht.

Schweden, Schären: Segeln im Regen

Wenn die Sicht nur etwas besser wäre

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Wenn Fremde etwas weniger fremd werden

Apr• 05•17

Platsch…atsch. Ich bemühe mich die Riemen gleichzeitig einzusetzen. Gelingt leidlich. Platsch…sch. Aber immer wieder hat das Platschen ein Echo.  Platsch…tsch. Langsam gewinnt Ben Nemsis Luv, gegen den Wind und Strom. Platsch…h. Nach einer Weile werden die Ruderschläge synchroner. Die Boote, die am Steg längs festgemacht sind, liegen erstaunlich ruhig. Vielleicht schützen die vorgelagerten Steine? Mir ist unser rundum geschützter Platz lieber. Auch wenn man auf die Felsen klettern muss…

Himmel über Schweden

Himmel in Schweden

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Segeln in Schweden: Auf nach Storö

Apr• 02•17

Am nächsten Morgen eile ich sofort an Deck, um die Reuse einzuholen, die die ganze Nacht im Wasser war. Der Himmel schaut unfreundlich. Grau. Fies. Aber (noch) trocken. Ima ist nicht weniger neugierig als ich. Hand über Hand hole ich die Leine ein. Wie schwebend kommt die Reuse langsam zur Wasseroberfläche. Es sitzen einige große Krabben darinnen. Fischers Glück…

Fischen in Schweden: Klaus holt die Reuse ein

Etwas gefangen?

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Segelboot mit Dschunkenrigg zu verkaufen

Mrz• 31•17

Auf der letzten boot Düsseldorf bemerkte ich voller Verwunderung, dass die Peregrine, das Boot meines Segelmachers Sebastian zum Verkauf steht. Verwundert fragte ich ihn:
„Du willst Peregrine verkaufen?! Hörst du auf zu segeln?“
„Nein, nein. Wir haben ja noch das kleine Boot. Aber die Tuchwerkstatt fordert uns so, dass wir kaum Zeit zum Segeln finden. Peregrine ist ein Seeschiff. Sie will bewegt werden. Ist doch zu schade, wenn dieses schöne Boot nicht genutzt wird.“

Peregrine, Segelboot mit Dschunkenrigg zu verkaufen

Peregrine auf der Regatta „Gaffelrigg 2015“

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Niederlagen und wie man mit ihnen umgeht

Mrz• 31•17

Ich hadere immer noch mit mir wegen des Zusammenstoßes mit den Felsen. Langsam gleitet Néfertiti nordwärts. Die Fähre ist längst unseren Blicken entschwunden. Außen herum durch das gefährlichste Seegebiet der Westschwedischen Schären fällt mangels Wind aus. Wir nehmen lieber die Abkürzung durch den Sotekanal. So segeln wir mit atemberaubender Langsamkeit auf die Brücke zu.

Möwen vor grauem Himmel

Abends zieht es sich zu

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